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Kurz vor dem Start

Veröffentlicht in 20. Oktober 2013

Bald geht es los. Unruhe. Hier in der Halle. Im Startbereich. In den Umkleidekabinen und Autos bei der Herfahrt. Sportler zum Teil mit megagroßen Kopfhörern. Abschalten. Musiküberladen. Der inneren Unruhe eine Ruhe geben. Oder im Kreis laufen. Das Örtchen suchen. Eine Ecke finden. Ehrlich. Wie ich diese Momente liebe. Als Sportler. Alles nochmals durchgekramt. Alles dabei haben. Als Moderator. Habe ich alle Infos. Namen. Zeitabläufe. Im Kopf gespeichert. Als Veranstalter. Wirklich an alles gedacht? Wie wird der Tag enden. Schulterklopfen oder böse Worte. Zufriedenheit. Leute. Es geht bald los. Und es ist ein Glück. Ein Privileg hier zu sein. Und wie gehe ich damit um. Überschwengliche Freude die ich in den Himmel werfe. Ich mache mir Gedanken. Bin hippelig. Unruhig. Vielleicht unzufrieden. Ich hätte…

Get Happy

Veröffentlicht in 17. Oktober 2013

Old School gemacht. Herrliches Video, das den Tanz, Jazz, Blues, Spiritismus zurück auf den harten schmutzigen Boden des Lebens bringt. Tolle Musik. Tolle Jungs. Ohne fette Autos. Mit noch fetteren Goldketten um den Hals. Old School eben. Wie früher. Listen while you read! You’ll never feel happy You’ll never feel happy No you won’t – Until you try! Dieses Video bringt mir Kindheitserinnerungen zurück. Schillerstadt Marbach. Zeltmission. Das ist Kirche im Zelt. Ähnlichs Zelt. Weisses Tuch. Rund. Bühne. Kaum Technik-SchnickSchnack. Aufgebaut auf einem grünen Rasenplatz. Der noch heute  für Zirkus und Jahrmarkt verwendet wird. Anfänglich grün. Niedergetrampelt. Dann braun mit einem leichten Modergeruch im Raum. Stroh auf dem Boden – auf den Laufwegen verteilt. Unter den Stuhlreihen – wächst das Gras derweil weiter und besser…

Ich. Meine Nachbarn. Und die Blasmusik.

Veröffentlicht in 16. Oktober 2013

Mein Name ist Herr Seiter. Und diese Geschichte hat zwei Fehler. In kürze feiere ich meinen Geburtstag. Seit meiner frühestens Kindheit bin ich Mitglied im örtlichen Musikverein. Warum? Weiß ich eigentlich auch nicht. Bin blasmusiktechnisch eher unterdurchschnittlich begabt. Ist halt so hingeworden. Wie sovieles im Leben. Seis drum. Ich bin dabei. Ich bin ein Teil der örtlichen Kultur. Gut so. Und die machen auch eine gute Arbeit – die oft/manchmal auch Musik genannt wird. Wie so oft im Leben. Der Einen gefällts. Dem Anderen halt nicht. Der Verein setzt sich für das Allgemeinwohl ein. Muss er auch. Vorschrift in der Vereinssatzung. Dazu anerkannt. Eine Institution. Werden gehört im Ort. Nicht nur ob der Töne die aus den Fenstern des Probelokals ungefiltert nach draußen dringen.…

Slip N Fly

Veröffentlicht in 15. Oktober 2013

Der Filmemacher Devin Graham entdeckte eine wunderbare Möglichkeit so was von schräge Bilder, sprich Clips abzudrehen. In einem Action Sports Camp in Butler, Ohio (USA) fand er eine selbstgebaute Rutschbahn. Genannt »Slip N Fly«. Ein monströses Bauwerk geschmiert, geseift, gefettet und genässt. Irgendwann haltlos. Da bleibt kein Auge – und der Rest auch nicht – trocken. Graham’s Video zeigt wieviel Spaß die mutigen Anhänger dieses »Extrem-Sports« haben. Bewaffnet mit GoPro-Cameras, BMX-Bikes, Getränkedosen – in Anzug oder einfach klassisch nur mit Badehose. Alleine, zu Zweit oder Dritt. Einer nach dem anderen – sieht man die Akteure in immer witzigeren Stellungen und Einstellungen. Von Verletzungen wird übrigens nichts überliefert bei der Show mit Landung in einem Pool. Der Pessimist denkt vermutlich an die blauen Flecken. Die…

Herr Laisenmais & Die Katastrophe

Veröffentlicht in 10. Oktober 2013

Flach. Liege flach. Statt Kilometer zu schrubben – weiche Knie. Statt Pasta und PowerBars – Bronchoforton, Salbeitee und ähnliches Bronchi-Zeugs. Das kann ja heiter werden. Eine Katastrophe – wie man so landläufig sagt. Mit Verlaub: »NEIN.« Nichts gegen die kleinen und großen persönlichen Katastrophen. Die es tatsächlich gibt. Und auch welche sein können. Meine eher eine der Kategorie Luxus-Katastrophe um es mal anders auszudrücken. Da kommt mir ein Radrennen am Hockenheimring in den Sinn. August 2005. «Eine Katastrophe« mault mich jemand durch das Telefon an. Eine bekannte Ortsgröße – das ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste – war extrem darüber aufgeregt empört, dass er seinen Namen nicht auf der Starterliste fand. Zu spät oder nicht angemeldet. Ein Datenfehler ist auszuschließen. Ich höre ihn schnaufen…

Onkel Mond & die MiniMax

Veröffentlicht in 8. Oktober 2013

»Onkel Mond, Cousine Mars und die tausend Sterntrabanten«, singt der deutsche Musiker Markus in seinem Lied »Kleine Taschenlampe brenn… « Und weiter »…schreib „ich lieb dich“ in den Himmel, oh, dann weiß ich es genau, keine Macht kann uns mehr trennen.« 1983. Neue Deutsche Welle. Wahnsinn. 30 Jahre her! Taschenlampe. Könnte ich auch mal eine gebrauchen. Ab geht die Suche. Kann ja nicht so schwer sein. Hell und schick soll sie sein. Zauberwort: LED. Deutsche Ingenieurskunst, statt Plastik aus Fernost. Meine Wahl fällt auf die Lupine Piko TL MiniMax. Ein Gigant. Kleine, feine edle Marke. Wunderschön. CNC-gefrästes Aluminium. Große Kunst an kleiner Lampe. Verpackung abgeschaut, besser angelehnt an Apple. Sehr schick. Wie gewünscht. Roter Glanz. Helles LED-Licht. 1200 Lumen. 145 Gramm. 339 €. Wie bitte?…

Summer is gone…

Veröffentlicht in 5. Oktober 2013

Summer is gone… …der erste Schnee. OK. Ein paar schöne Tage bleiben noch oder darauf dürfen wir hoffen. Es war ein Schöner und die Aussicht was kommt – auch nicht schlecht. Wenigstens wenn wir dem kleinen Clip glauben können. Gedreht heute. Ein wunderschöner Vorgeschmack auf die kommende Wintersaison. Sonne. Schnee. Natur. Ruhe. Lust auf unterwegs sein. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Nur vielleicht… alles zu seiner Zeit. Jetzt erstmal noch etwas Herbst genießen. Wenigstens in unseren Breitengraden. Nur zu Vollständigkeit. Gedreht von Bryan Iguchi.

tolerant intolerant

Veröffentlicht in 26. September 2013

Toleranz. Ein Wort das für mich nie wirklich ein Thema war. Ein Begriff, der etwas technisch rüberkommt. Holprig und gleichzeitig aalglatt. Tolerant – na klar. Wie etwas, das man politisch formuliert – aber vielleicht doch nicht lebt. Respekt, Achtung, Würde, Meinungsvielfalt – ja natürlich. Toleranz als Selbstverständlichkeit. Wo liegt das Problem? Aber ist nicht gerade das hinderlich: dass alle meinen, bereits tolerant zu sein? Dass niemand mehr darüber nachdenkt, an welchen Stellen sein Grad an Intoleranz eine echte Begegnung behindert? Selbst wenn unsere Sprache über die Jahre politisch korrekt geworden ist, sagt das wenig über unsere Überzeugungen. Und die steckt auch in einem blöden Grinsen oder einer verächtlichen Geste. Intoleranz versteckt sich in dem Gefühl, dass eben doch nicht alles ausgesprochen ist, was auch…

Verschenkt.

Veröffentlicht in 25. September 2013

Pokalfinale. Der Traum des Fußballfans. Langer Weg nötig. Auch Glück bei der Auslosung. Neue Saison. Alles beginnt neu. Runde 1: BFC Dynamo. Gewonnen. Zweite Runde: Auswärts in Freiburg. Machbar. Historisch gewachsen können diese unseren VfB Stuttgart zwar nicht leiden. Ich finde den SC Freiburg nett – mehr nicht. Mit dem nachwievor sehr fragwürdigen inbrünstigen Absingen des Badener-Liedes bekommen die Freiburg-Fans einen ersten emotionalen Rausch – vielleicht mehr. Aber wenn es sie glücklich macht. So angesiedelt zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit. Auf jeden Fall fährt man nach Freiburg um zu gewinnen. Das ist nicht respektlos gemeint. Aber mit dem Herz in der Hand und dem vielfach besungenen »Kämpfen & Siegen« ist das eine durchaus lösbare Aufgabe. Kein Übergegner. Vor allem wenn sich die möglichen Saisonhöhepunkte auf die Bundesligaspiele reduzieren.

Traumtag. Sonne. Biergarten. T-Shirt-Wetter bis in den späten Abendstunden. Vorfreude auf einen Pokalfight.
Und dann sowas. Ball-hin-und-her-Geschiebe. Nicht lust-, sondern harmlos. Halbpässe aus dem Halbfeld. Ein Rück- und Fehlpassfestival ohne Zug zum Tor. Zum Heulen. Die Kampfeslust, die Gier zum Siegen bleibt auf der Playstation im Mannschaftsbus zurück oder sonst wo. Business as usual anstatt Leidenschaft. Der SC Freiburg gewinnt und rückt ins Achtelfinale – nicht weil sie unbedingt besser waren. Auch nicht leidenschaftlicher. Einzig – so dumpf das klingt: Die Freiburger schießen zwei Tore. Stuttgart nur eines. Aus. Abpfiff. Klang- und sanglos. Spiel verschenkt. Und Sekunden nach dem Abfiff tauschen die ersten Spieler die Trikots. Business as usual halt.
Was bleibt? Ein schöner Tag. Freunde getroffen. Vorfreude. Enttäuschung. Das Fan-Cap das in Paris EST landet und der durchsingende Stuttgart-Fan auf der kurzweiligen Busheimfahrt. Ein Tag wie das Leben. Super schön – schön und halt mal weniger toll. Alles in knapp 14 Stunden.

Und: Heute NEIN – erst morgen wieder JAAAA der Vau Eff Bee!

Die merkelsche Dimension

Veröffentlicht in 21. September 2013

Heute Endspurt. Morgen ist es also wieder soweit. Wahltag. Und was? In modernen, komplexen Gesellschaften ist die Vorstellung unrealistisch, sich mit einer Partei ganz identifizieren zu können. Für eine Wahlentscheidung muss es genügen, eine Partei zu finden, die die wichtigen politischen Fragen stellt und den richtigen Kompass für die Antworten hat: Wie überwinden wir die vielfältigen Formen der Diskriminierung in unserer Gesellschaft? Wie ist nachhaltiges Wirtschaften möglich? Wie sieht eine Politik der Gerechtigkeit aus, die mehr ist als eine Notreparatur der schlimmsten Ergebnisse des Marktversagens? Wie sähe ein Europa aus, das sich die demokratische Kontrolle ökonomischer Prozesse zur Aufgabe machte? Was tun wir angesichts globaler Armut? Ein kluger Kopf sagte unlängst: »Intelligenz, Wendigkeit und Machtgespür sind die Grundlage jeder politischen Karriere; doch wenn unter…

Frank Turner #1458

Veröffentlicht in 19. September 2013

März 2010. Frank Turner gibt sein erstes Konzert (822) in Stuttgart. Damals noch im kleinen Universum. Heute Konzert Nummer 1458. Eine Nummer größer. LKA in Stuttgart. Gut gefüllt. Frank wer?? Turner? Ein Allerwelts-Namen. Kein Allerwelts-Typ. Als Musiker ein netter Kerl. Schon bei der Vorgruppe wirkt er in einem Song mit. Vorglühen. Vorfreude. Der Mann hat einfach Lust auf Musik und Live-Performance. Spürbar bis in die letzte Ecke und Ritze des Clubs. Das ist der eigentliche Höhepunkt des Konzerts. Sprich: Alles. Also Alles Alles. Es beginnt volle Kanne als kenne er keine Dramaturgie. Und so endet das Konzert auch. Ehrlich. Authentisch. Temporeich. Mit sehr viel Lust. Kaum Luft zum verschnaufen für das Publikum. Dazwischen erzählt er von seinem Friseurbesuch in Stuttgart, vom Bandscheibenvorfall der ihn am Gitarrespiel hindert. Und lacht.  Mit so wahrer Selbstironie »…mir gelingt es auch den schönsten Tag mit Leichtigkeit gründlich zu versauen!«  Und reichlich Musik vom Allerfeinsten. Folk, Punk und Rock’n Roll. Mehr braucht es nicht um eine Gute Zeit zu haben.
In England – ein kleiner Held – füllt er schon mal das Wembley-Stadion. In Deutschland noch Nummern kleiner. Frank wer??
Klar gönne ich ihm den Erfolg. Wünsche ihm die große Hallen. Von mir aus lieber die schnuckelige heimelige Atmosphäre eines Clubs. Näher dran. Persönlicher – wie die Musik von Frank Turner & The Sleeping Souls ist. Und immer wieder dieses Lachen. Fröhlich. Danke für die Gute Zeit. See you Frank. Anyway.

We Share Your Passion

Veröffentlicht in 17. September 2013

Campagnolos Weg zum Ruhm begann mit einer kleinen Erfindung, die die Radwelt veränderte. Vor über 80 Jahren erfand Tullio Campagnolo den Schnellspanner, als er bei einem schneereichen, äußerst anstrengenden Radrennen in Norditalien Verbesserungspotenzial beim Fahrkomfort erkannte. Das neueste Video aus der Campagnolo Video Serie spricht den gemeinsamen Nenner aller Radfahrer an: unsere Leidenschaft für das Radfahren. Danke Campagnolo.