Beiträge aus der Kategorie “QuerBeet

Der Kuchen und das Messer

Veröffentlicht in 23. Oktober 2021

Wenn ich gefragt werden sollte nach meinem Lieblingsessen, könnte die Antwort Kuchen lauten. Könnte klingt etwas fern. Ich habe ja auf möglich Fragen nicht vorgefertigte Antworten parat. So eine Art Standardsatz-Monster mit Funktionstaste auf Abruf. Kuchen? Ja Kuchen ist doch nicht wirklich ein Essen. Spätzle mit Linsen. Federnde Kartoffelknödel (die springen wirklich minimum eine Messer- oder Gabellänge, wenn du sie auf den Boden wirfst) mit Soße und Rotkraut gut durchgekocht. Aber Kuchen? Es gibt ja unterschiedliche Kuchen. Den Nachtisch-Kuchen, den Kaffee-und-Tee-Kuchen und den Kuchen-Kuchen. Hier ist mein absoluter Liebling der Salzkuchen. Schwäbisch natürlich. Ein Hefeteig wird ausgerollt und dann mit einer Mischung aus Sauerrahm, Ei, Mehl, Salz, Kümmel und Schnittlauch bestrichen und dann gebacken. Der Rand schön kross. Nicht labbrig. Auch ein einzelnes Stück…

ds Indien

Veröffentlicht in 25. April 2021

Nimmt das kein Ende mit dem „bad news entertainment“. Muss ich am Ende gar einen Apfelbaum pflanzen? Wie es Martin Luther angekündigte auf die Frage, was er machen würde wenn morgen den Welt untergehen würd Eine neue Mutante nimmt Fahrt auf. Menschen mit Ahnung – ich vermeide hier bewußt den Begriff des Experten, da ich die Expertinnen nicht ausschließen möchte, und von Expertinnen und Experten zu schreiben oder diese Kürzel Expert:innen oder mit Sternchen, wie ich es sonst häufig machen – STOP HALT darum geht es jetzt nicht.ZURÜCK. Also wenn Menschen mit Ahnung von „Doppel-Mutanten“ sprechen, wird mir irgendwie schwummrig.Es klingt so doppelt gefährlich – und eigentlich möchte ich mein Denken nicht damit belasten. Klingt wie ein Schritt zurück. Und mein Denken Ist ausgelastet…

Mein wahres Querdenken

Veröffentlicht in 6. Januar 2021

Nur so eine Frage an „unsere“ Q-Fraktion(en): Aktuell geht es mir gut. Ich stelle mir aber die Frage, ob es mit dem Q-Verständnis, unter einer Q-Regierung oder einer Q-Verantwortung auch so wäre?? Würde es mir gleich gut gehen? Besser? Schlechter? Im schlimmsten Fall würde bei mir gar nichts mehr gehen? Ende? Aus? Ich weiß es nicht. Aktuell kann ich mit allen Entscheidungen leben. Obwohl ich betroffen und in einem großen Teil meines beruflichen Tun’s auf „0“ gesetzt bin (ohne staatliche Förderung!)Ich meine hinter den Entscheidungen eine große Verantwortung zu sehen. Natürlich mag nicht alles richtig erscheinen. Manches vielleicht falsch sein. Aber um Jesus zu zitieren: » … der/die werfe den ersten Stein.«Ich habe eine große Sehnsucht nach allem was mir wichtig war, aber verwehrt.…

Tore, Maria und Josef _ V

Veröffentlicht in 26. Dezember 2020

Eine Weihnachtsgeschichte in sechs Teilen „Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war“.Mucksmäuschenstill verfolgten Lilli, Finn und Opa Tore Wort für Wort. Es war ruhig im Wohnzimmer als Oma Geli die Bibel zu Seite legte. Oma Geli hatte auf Wunsch von Lilli nochmals mit dem Lesen der Weihnachtsgeschichte begonnen. Um die Stille und die dicke Träne zu überwinden.„Ja, ich wolle nach Bethlehem. Sagte das zumindest“, sagte Oma Geli die Geschichte mit fester Stimme weitererzählend. „Eigentlich wusste ich nicht was ich wollte.…

Tore, Maria und Josef _ IV

Veröffentlicht in 24. Dezember 2020

Eine Weihnachtsgeschichte in sechs Teilen // Teil 4 Für Opa Tore wird es ein besonderer Tag werden. Seit langer Zeit wieder auf den geliebten Gleisen unterwegs zu sein. Schon früh am Morgen bemerkte Oma Geli seine fröhliche Grundstimmung. Nein, Opa Tore war kein Morgenmuffel. Aber so fröhlich „La-Paloma-pfeifend“ eben auch nicht.Eine Redewendung die Opa Tore immer wieder, auf das Thema angesprochen, betonte. Hintergrund war eine in die Jahre gekommene Rasierwasser-Werbung. Fröhlichkeit war ein Markenzeichen von Josef. Mit einem Lächeln war er in den Gängen des Region 90 unterwegs. Anfänglich Opa Tore zuschauend.Es gab noch keine elektronischen Apps. Tickets hießen noch Fahrkarten. Hergestellt aus einem etwas festeren Papier in der Größe einer Tafel Schokolade. Mit einer Zange wurde eine Nummer und das Datum aufgedruckt und…

Arizona

Veröffentlicht in 29. Oktober 2020

Herbst. Ich trage wieder Birkenstock’s an meinen Füßen. Ist Füße richtig? In der schwäbischen Sprache verwendet man Worte gelegentlich in einer anderen Form, die für Missverständnisse sorgen kann. Gilt nicht wenn sich nur Schwäbinnen und Schwaben unterhalten sollten. Also Schuhe. Von Birkenstock. Mal wieder? Über Jahre hinweg hatte ich genug davon. Nicht in der Menge. Es war nicht die Zeit. Es war nicht mehr meine Zeit diese Art von Schuhen zu tragen. Abstoßen, das was für viele Jugendjahre „State-of-Art“ war. Ob geschlossen. Mit Riemen. Eins, zwei oder dreien. Hinten geschlossen oder offen. Breit schmal. Leder Filz. Arizona oder Boston. Wie sie heute noch heißen.Ich trug sie. Klar bequem. Aber es war so eine Ansage. Ein Lebensgefühl. Ein Statement. Hippiesandalen. Hinter einem Menschen mit liebevoll…

überrehmt

Veröffentlicht in 25. Juni 2019

Vor Tagen, vielleicht Wochen las ich folgende Randnotiz in meiner lokalen Tageszeitung: Rehm meldet Insolvenz an! Rehm ist eine Metzgerei, die einen gewissen Bekanntheitsgrad durch die Produktion von Wurst in Dosen erreicht hat. Die Größe dieses Unternehmens ist mir nicht bewusst. Die Dosen klein. Mir unbekannt auch die schwäbische Herkunft. Hat bei meinen Einkäufen nie eine Rolle gespielt. Möglicherweise zurückzuführen auf fehlendes Marketing, was ja eine Insolvenz zur Folge haben kann. Stichwort Unternehmensdarstellung. Brand-Building. Es wird in solchen Fällen gerne von Management-Fehlern gesprochen. Dieses sagt, die Erhöhung des Schweinefleischpreises hätte der Markt nicht hergegeben. Mit dem Markt fühle ich mich gemeint. Kann ich nichts zu sagen. Mich interessiert die Entwicklung des Schweinefleischpreises nicht im Geringsten. Ich esse seit roundabout 25 Jahren keine Wurst und…

Der Tag an dem Magnus Carlsen Weltmeister wird und ich im Wartezimmer sitze

Veröffentlicht in 29. November 2018

Zahnarztpraxis. »Bitte nehmen Sie im Wartezimmer platz«. Wartezimmer. Lebenszeiträuber Nummer 1. Was ein deprimierender Name für einen Raum. Lieber Carport als Garage. Gehen um zu Warten. Eng verbunden mit Langeweile. Platz nehmen. Wie ich diese Worte der freundlichen Sprechstundenhilfe liebe (#ironie). Ich weiss nicht, ob diese Berufsbezeichnung politisch korrekt ist. Vielleicht sagt man auch Dentist-Health-Care-Manager. Egal. Klingt ähnlich der Aussage der Spedition-Hotline (auch freundlich), dass der LKW unterwegs ist. Bedeutet, der kommt zwischen 8 und 20 Uhr. An einem beliebigen Tag. Halten Sie sich mal bereit. Und halten Sie durch, was nicht gesagt wird.Ich mache mich auf den Weg.Wartezimmer. Hoffend, dass niemand im Wartezimmer sitzt. Wenn du großes Pech hast, ist nichtmal ein Stuhl frei. Heute: Sagen wir mal so, Zwei von Acht.Was ist…