Beiträge aus der Kategorie “Momentum

Pizza um 12.

Veröffentlicht in 19. März 2020

Peinlich oder witzig. Das ist die Frage. Sometimes. Wenn du schwer von Begriff bist. Also ich. Oder es kommt anders als du denkst. Wie heute. Mein Auftrag klar definiert: Pizza für die Familie bestellen. 12 Uhr. Bestellung im Ort. Ich möchte ja in diesen CoronaVirus-Zeiten die lokale Gastronomie stärken. Der Pizzeria-Besitzer ist mir seit klein auf bekannt. Ich will nicht warten müssen. Also kurz ne WhatsApp schreiben. Macht man heute so. Und sagt man so. Obwohl WhatsApp im eigentlichen Sinn ja eine Anwendung ist. #isso. Punkt. Dann passiert folgendes: ICH: Hi Mahir, ich möchte gerne auf 12 Uhr 8 Pizzen bestellen. 2x Margherita / 2x Pilze/Schinken / 2x Salami / 2x Thunfisch ok?NICHT ICH: haha wtf 😂klappt?hää.?😂AbholunghäKauf dir deine Pizza im Kühlregal 😂Bin Kontaktpersonhäsieht…

TRUE OLYMPIC SPIRIT SINCE 2000

Veröffentlicht in 15. März 2020

Ein paar Gedanken um den mz3athlon 2020 Im Monat Mai der Olympischen Spiele von Sydney im Jahre 2000 haben wir den ersten mz3athlon veranstaltet. Wir haben viel erlebt. Höhen und Tiefen. Wie das Leben. Wir haben überlegt nach 18 Jahren aufzuhören. Uns gefiel der Gedanke der Volljährigkeit des mz3athlons als Ende anzusehen. Ihr habt uns keine Wahl gelassen. Es ging weiter. Danke dafür. Euer Lachen ist unsere Inspiration. Euer Kämpfen den mz3athlon zu wuppen ist unsere stille Freude für unsere Anstrengungen im Hintergrund. Aktuell gibt es wichtigeres als Schwimmen, Radeln und Laufen. Auch drei Tage nach der Entscheidung fühlt es sich richtig an den mz3athlon zu verschieben. Verbunden mit der Hoffnung, dass dann im September wieder alles ist wie es war. NEIN. Besser soll…

sehend. verrückt. frontal.

Veröffentlicht in 8. Juni 2019

„Jetzt sehen wir uns wieder“, sage ich voll Freude. Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Stunden. Er kommt mir auf dem Bahnsteig entgegen. Mit dem linken Arm eingehängt in den rechten Arm seiner Begleiterin. Ob es seine Frau ist? In der rechten Hand einen Stock. Wie, als wir uns zum ersten Mal sahen, wenige Stunden zuvor. Ich bleibe stehen. Er dreht den Kopf zu mir. Dann lacht er und sagt nach einer kurzen Pause der Überlegung „ja, sehen wir uns wieder. Sehend.“ Die Beiden bleiben ebenfalls stehen. Die Frau auf seiner Linken drängt still zum Weitergehen. Es scheint, ihr ist die Sache nicht geheuer. Ihre Mimik zeigt wenig Reaktion. Nach einer weiteren kurzen Zeit sagt er „ein lustiges Wortspiel“. Verrückt. Obwohl wir wenige Worte…

gott•ver•las•sen

Veröffentlicht in 21. April 2019

OK. An einem Ostersonntag nicht die ideale Überschrift. Ist doch gerade aus christlicher Sicht die Wende. Gefeiert wird die Auferstehung von Jesus Christus.Gottverlassen meint auch, abseits von allem Verkehr, von allem städtischen Getriebe gelegen. Eher negativ. Viel schön. Grundschulen von Stararchitekten erschaffen. Sonst nix. So war es. Raus und machen. Die Definition für kurz mal weg sein.Ich habe es gemacht. Mikroabenteuer machst du ohne Zelt. Ich hatte – einem Ratschlag folgenden – eines dabei. Der und das war gut so. Richtig gut. Ohne, hätte ich die Schnecke auf der Backe in meinen tiefsten Vorstellungen, jetzt ich in echt, doch spüren können. Habe mir extra – wieder – eines gekauft. So ein Zelt. Dabei meinte ich vor längerer Zeit, dass meine Zelt-Zeituhr abgelaufen ist. So…

Verbogener Glücksfall

Veröffentlicht in 17. März 2019

Nicht verbiegen lassen. Dein Ding machen. Einfach gesagt. Dazu gehört viel dazu. Auch Umgebung. Die dich eben so lassen machen. So wie du bist. So wie ich bin. Habe nur den Einstieg in den Text gesucht. Klingt weiser, als über die Dummheit zu schreiben. Weit davon weg Lebensweisheit zu verbreiten, die glücklich machen und sollen und überhaupt. Sollen andere. Können das besser. Manche überhaupt nicht. Kriegen teilweise sogar Geld dafür. Manche viel. Gegönnt. Ich habe meine Mülltonne verbogen. OK. Ist sicherlich nicht Weltproblem EINS. Auch nicht MEINS. Doch paar Gedanken des Glückes wert. Und des Dankes an den Zufall. Vermeintlich heiße Asche in den mausgrauen Behälter geleert. Seltsame Begrifflichkeit. Etwas leeren um es damit zu füllen. Zudem in eine Tonne in die keine Tonne…

Der Tag an dem Magnus Carlsen Weltmeister wird und ich im Wartezimmer sitze

Veröffentlicht in 29. November 2018

Zahnarztpraxis. »Bitte nehmen Sie im Wartezimmer platz«. Wartezimmer. Lebenszeiträuber Nummer 1. Was ein deprimierender Name für einen Raum. Lieber Carport als Garage. Gehen um zu Warten. Eng verbunden mit Langeweile. Platz nehmen. Wie ich diese Worte der freundlichen Sprechstundenhilfe liebe (#ironie). Ich weiss nicht, ob diese Berufsbezeichnung politisch korrekt ist. Vielleicht sagt man auch Dentist-Health-Care-Manager. Egal. Klingt ähnlich der Aussage der Spedition-Hotline (auch freundlich), dass der LKW unterwegs ist. Bedeutet, der kommt zwischen 8 und 20 Uhr. An einem beliebigen Tag. Halten Sie sich mal bereit. Und halten Sie durch, was nicht gesagt wird.Ich mache mich auf den Weg.Wartezimmer. Hoffend, dass niemand im Wartezimmer sitzt. Wenn du großes Pech hast, ist nichtmal ein Stuhl frei. Heute: Sagen wir mal so, Zwei von Acht.Was ist…

Yesterday

Veröffentlicht in 24. November 2018

Gedankenlos sitze ich am Frühstückstisch im Hotel. Einen Beutel mit einem Darjeeling-Royal-Second-Flush-Inhalt im Wasser hängend. Wartend Zitrone hinzuzugeben. Etwas Kandis. Manchmal auch Honig. Mancher Honig verändert den Geschmack des Tees. Zu honigig. Komisches Wort. Drei Minuten oder so. Wenn ich wählen kann, entscheide ich mich gewöhnlich für einen Earl Grey. Den Grund kenne ich nicht. Gewohnheit. Vertrautheit? Teekenner wenden sich kopfschüttelnd ab. Ist mir nicht wichtig. Kann durchaus entscheiden zwischen gut schmeckend und nicht so gut schmeckend. Dann bleibt es Warmwasser mit Färbung. Doppelt Zitrone. Extrem süßen. Geht auch das. So einigermaßen. Glücklich ist anders. Toastbrot. Liebe es, wenn das geröstete Brot den Hals runterkratzt. Das Geräusch, wenn das Messer die Butter streichelt. In wenigen Fällen liefert ein Bäcker sein Handwerk. Meist sind es…

Bruchsal

Veröffentlicht in 12. Dezember 2017

Zwei Frauen. Nachtzug. Nur im Halbschlaf bekomme ich Veränderung mit. Aussteigen. Einsteigen. Der Schaffner ist mit Security-Leuten unterwegs. Kleines Gepäck haben sie dabei. Keine Ahnung wo eingestiegen. In Köln wie ich später erfahren werde. Schlafe weiter. Habe ja noch Zeit bis Frankfurt-Flughafen. Muss dort umsteigen. Gibt keinen Direkt. Leider. Stelle mir Wecker. Döse und düse weiter gen Süden. Heimfahrt. Gestern war ein langer Tag. Bis jetzt – 6 Uhr am Morgen. »Ist der nächste Halt Frankfurt-Flughafen«, fragt mich eine der Frauen in gebrochenem Englisch. Es beginnen vierzig außergewöhnliche Minuten. Vom Döse-Modus auf Hellwach. »Ja«, erwidere ich in fließendem Englisch und erkläre in stockendem deren weiteren Reiseweg, den eine mir in einem DB-Ausdruck vorlegt. Will ein Foto machen. Traue mich nicht. Die beiden Frauen wollen…