Ich habe mir geschworen, dass … na ja. Man kann ja wenigstens mal schauen. Googeln ist schließlich noch kein Kaufen. Googeln ist eher ein vorsichtiges Blinzeln in Richtung der möglichen Möglichkeiten
Und dann stolpere ich über die Maße eines Rucksacks in Inches und lande beim Umrechnen in Zentimeter – mir deutlich mehr vertraut – bei:
0.0267313982 m⁻⁵·kg²·s⁻⁴·a⁻³ bytes
Ein Wert, der klingt wie ein Scherz, den das Universum sich erlaubt hat. Physik. Bytes. Irgendwas mit hoch minus irgendwas. Nichts davon gehört zu meiner Kernkompetenz. Wobei ich mich ohnehin frage, ob ich so etwas wie eine Kernkompetenz habe. Das ist keine Unsicherheit. Eher eine nüchterne Bestandsaufnahme. Mein Kopf ist kein Werkzeug. Er ist ein Streuner. Er kommt und geht, behält Dinge für sich, wirft mir andere ungefragt vor die Füße.
Ich kann ein belangloses Lied von Wolfgang Ambros (Nein, nicht Schifoan. Der Baum vor meinem Haus.) Jahrzehnte später fehlerfrei aufsagen. Aber den Satz, den ich gerade gelesen habe, der ist schon wieder weg. Mein Buch klappt zu. Kein Lesezeichen. Keine Eselsohren. Und plötzlich ist alles verloren. Ich lese Passagen doppelt, dreifach, ohne es zu merken. Du weißt schon.
Apropos Rucksack. Man kann nicht genug davon haben. Und ich suche immer noch den Endgegner. Den letzten. Den einen, der mich den Rest meines Lebens begleitet. Oder andersrum. Ich trage. Er wird getragen. Das ist so meine Herangehensweise, bevor ich mich suchend Richtung Schrank, Bühne und Keller begebe.
Idee eins: bestellen. Derzeit verboten. Eine Vereinbarung mit mir selbst. Schwierig, aber bindend.
Idee zwei: alte Rucksäcke über Kleinanzeigen verkaufen. Refinanzierung. Wäre eine gute Möglichkeit. Das gestehe ich mir zu. Ich müsste nur anfangen.
Es hat geschneit. Fünfzehn Zentimeter. Hier – in meiner Heimat – ist das fast ein kleines Wunder. An Kleinanzeigen, zu Stöbern im Vorhandenen usw. ist nicht zu denken. Es gibt Wichtigeres. Und das ist mein zweites Problem: die Gewichtung des Notwendigen.Ich lasse gerne mich ablenken. Also nicht gerne, aber im schwäbischen verniedlicht man es gerne so. Ablenkung mit Begeisterung. Mit Hingabe. Eigentlich sollte ich konzentriert arbeiten. Stattdessen sitze ich hier und schreibe diese Zeilen, während mein Herz sagt: Raus. Auf die Felder. Durch den Schnee stampfen. Heute Abend werde ich gewußt haben was ich vorhatte.
Oh Leute.
Leben ist schwierig.
Und schön zugleich.
Richtig schön. Heute in weiß.




