Der selbstgewählte Verzicht

Veröffentlicht in 27. Januar 2022

Ich habe die Luca-App gelöscht. Also von meinem Smartphone. Nicht so im Allgemeinen. Weltweit und so.
Ist das der erste Schritt zur wiedergewonnen Freiheit?
Ist die Pandemie überwunden?
Kann ich jetzt wieder bedenkenlos? – oder überhaupt nicht mehr unterwegs sein?

Viele Fragen. Die Antworten fallen schwerer und schwerer. Der Wunsch nach dem was WAR größer werdend.

Ich habe mich an dies und jenes gewöhnt. Ja fast zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Es fällt mir nicht schwer Abstand zu halten. Es fällt mir nicht schwer in bestimmten Situationen Maske zu tragen. QR-Codes zu scannen. Geimpft. Geboostert. Das alles gerne – wenn’s der Wahrheitsfindung dient, wie Fritz Teufel mal an anderer Stelle süffisant bemerkte.
Und testen. Selbsttests mache ich fast täglich. Ist irgendwie wie das Zähne putzen in den Alltag gerutscht.

Ich habe die Luca-App gelöscht. Über einen langen Zeitraum gab mir diese Applikation eine gewisse Sicherheit. Klar wurde sie auch zur Pflicht. Aber ich fühlte mich aufgehoben. Da läuft im Hintergrund etwas ab, das sich um mich sorgt.

MHHHH. WIRKLICH?
Gerne hätte ich mal die Info bekommen, dass ich 46 Stunden 54 Minuten und 15 Sekunden in einem Gasthaus verbracht habe. Lieb wäre mir gewesen, wenn ein besorgter Gastwirt oder Wirtin nach mir geschaut hätte und ob alles ok ist. OK OK – ich hatte vergessen mich auszuchecken – aber immerhin. Nix passiert. So nach dem Motto: 27 Personen haben sich eingecheckt. 26 aus. Irgendwo muss der Super-Seiter doch sein. Anstatt dessen Licht aus. Feierabend. Scheiss drauf.

Jetzt muss man dazu wissen, dass ich vor roundabout 44 Jahren mal in der Außen-WC-Anlage des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zu Marbach am Neckar eingeschlossen wurde. Durch Zufall wurde mein Klopfen erhört. Dann standen Aussage gegen Aussage. Der Hausmeister behauptete, dass….. ach lassen wir das. Meine Güte – ist das lange her.

Ich habe die Luca-App gelöscht – und das ist auch gut so. Alles hat seine Zeit.

Eines noch: Heute vor 77 Jahren befreite die Rote Armee das Vernichtungs- und Konzentrationslager Auschwitz. Vor Jahren habe ich den Lagerkomplex besucht. Bedrückend.
Elie Wiesel sagt: »Ein Recht gestehe ich keinem zu: das auf Gleichgültigkeit.«
Passt immer. Jeden Tag. Unvergänglich.

2022

Veröffentlicht in 1. Januar 2022

Auf die Frage Gute Worte für das Neue Jahr

Zunächst einmal hoffe ich, dass der VfB Stuttgart in ruhiges Fahrwasser kommt und den Klassenerhalt schafft. Das ist zwar kein elementarer Wunsch. Aber es würde mich freuen, wenn es belohnt werden würde, dass Menschen in Verantwortung dort den Mut hatten, eine Entwicklung anzustoßen und ein Risiko einzugehen.
Ansonsten glaube ich, dass wir gefühlt auf einer Wanderung sind und dass wir jetzt erst realisieren, dass dies nicht ganz so einfach ist. Man kann sich manche Dinge nicht einfach wegwünschen, sondern wir Menschen müssen lernen, damit umzugehen – sei es die Pandemie, seien es die vermeintlichen Gräben. Wobei es für mich lächerlich ist, dass sich deswegen Gräben auftun. Da würde ich mir wünschen, dass die Menschen mehr Vertrauen ineinander haben und sich an ihre Fröhlichkeit erinnern. Das ist eigentlich die Mindestanforderung, die ich an Menschen habe: dass sie sich nicht selber trennen, dass man auch mal zurücksteckt, dass man andere Meinungen gelten lässt, dass man selbst denkt.
Angela Merkel, die in ihrer Amtszeit nicht „alles richtig“ gemacht hat (wer kann das schon von sich behaupten), hat uns einen Satz mit auf den Weg gegeben: Sie wünscht dem Volk mehr Fröhlichkeit im Herzen. Ich bin immer optimistisch und suche in allem das Gute. Und was ich in diesem Punkt vielleicht zu viel habe, wünsche ich anderen Menschen, die davon vielleicht zu wenig haben. Denn was ist die Alternative? Dass wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen? Das kann es ja wohl nicht sein. Ich wünsche uns allen einen fröhlichen Jahreswechsel – und zwar nicht nur so dahingesagt, sondern wirklich im wahrsten Sinne des Wortes: fröhlich.

aufgezeichnet: Lars Laucke | Marbacher Zeitung

HIRTEN MONOLOG

Veröffentlicht in 25. Dezember 2021

HeiligAbend – Gottesdienst EmK Marbach

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen diese Geschichte erzählt.

Eine Geschichte die romantisch klingen mag.
So vom Heimkehren nach getaner Arbeit.
Den Abend in gemütlicher Runde genießen.
Mit Feuer und einem Abschlusstrunk.
Wie Menschen es für gewöhnlich so machen.
In einem anderen Leben vielleicht.
Aber heute?
Die Geschichte über uns Hirten wurde über die Jahre schön gemalt.
Wohl formuliert. in schöne Worte gepackt..
Wie Erlebnisse, die im Nachhinein gesehen – als lehrreich und gar nicht so negativ empfunden werden.
Es kommt wie es kam.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen diese Geschichte erzählt.

Unterwegs sein.
Die Nacht ist voller Kälte.
Voll von Dunkelheit und Schatten,
von gespenstischer Stille und angstmachenden Lauten
sie ist eine Welt von Träumen und Ängsten
von Unsicherheit und
Was kommen mag.

Unterwegs sein.
Die Nacht ist voller Leben.
wohltuender Kühle
Voll von Lichtern und Schatten,
von fremden Stimmen und Lauten,
sie ist eine Welt von Träumen und Visionen.
Voller Vorfreude auf die ersten Sonnenstrahlen.

Wenn die Nacht beides zugleich sein kann,
ist die Bedeutung der Dunkelheit für Menschen nur erahnbar.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen diese Geschichte erzählt.

Ein guter Hirte?
Ein Wortwert von geringer Bedeutung.
Nicht in meiner Zeit.
Ich tue meine Arbeit.
Bin darin geduldet.
Mehr nicht.
Gelte als verschlossen und wortkarg.
Bevorzuge die Einsamkeit,
ziehe lieber mit meinen Schafen umher.

Meine Schafe.
Schafe die mir anvertraut sind.
Die nicht meine Schafe sind.
Befristet überlassen – mehr nicht.
Die Schafe haben das Recht, beschützt zu werden.
Von mir. Das genügt.
Dem Schaf wie dem Mensch.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen diese Geschichte erzählt.
Nochmals … ein guter Hirte?
Eine Frage – noch nie gestellt.
Würdest du von dir behaupten, dass du eine gute Arbeiterin bist?
Ein guter Kaufmann. Polizistin. Busfahrer. Gärtnerin?
Würdest du von dir behaupten, dass du ein guter Mensch bist?
Ein Mensch dem man sich anvertraut?
Ruhe ausstrahlend
Gehör findend
Ausgleichend
Was ist überhaupt dieses – gut?
Ist gut nicht wie die Nacht, die beides zugleich sein kann.
Suchend nach der guten Sicht auf gute Dinge.

Im Zwist der Schafe gehe ich dazwischen.
Meist Kleinigkeiten.
Der vermeintlich Anspruch auf das vermeintlich Bessere.
Das Nichtdulden von dies und das.
Schafe können übrigens mit den Füßen riechen.
Können Gesicherter erkennen und unterscheiden
Die Tiere sind in der Lage, Fehlentscheidungen zu korrigieren, die richtige Wahl zu treffen und aus Fehlern zu lernen.
Das muss man wissen.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen diese Geschichte erzählt.

Wer hört mir zu?
Meine Rede.
Mein Wort zählt nicht.
Den Bewohnern fester Siedlungen nicht geheuer,
für viele ein Betrüger
räuberisch und gewaltbereit.

Wer hört mir zu?
Die Schafe?
Die sind froh wenn sie zu fressen haben.
Arg wählerisch sind sie jedenfalls nicht.
Meine ich zumindest.

Wenn ich sie auf die Weide führe.
Eine Weide wie gemalt.
Wie der Dichter sie beschreibt, mit saftigem Gras.
Mit Wasserstellen die zum Ausruhen einladen.
Einem Ort wo es keinen Mangel gibt.
Sind sie doch lieber mit ihren Freunden zusammen,
statt weit entfernt nach besserer Nahrung zu suchen.

Gestützt auf meinen Stab schenkt es mir Gleichmütigkeit.
Das Selbstgefühl der gesunden Seele.

Ich bin einer dieser Hirten.
von denen meine Geschichte erzählt.
Stetig unterwegs.
Heimatlos.
Ruhe- und rastlos.
Immer die eine Gefahr witternd.
Mache die Nacht zum Tag
weil es meine Aufgabe ist.

Mehr Interesse ist nicht.
Schön ist anders.
Gemütlich auch.
Von Romantik … keine Spur.
Nach einem langen Tag suche ich die Wärme des Feuers.
Hoffend – die ruhende Wirkung der Nacht zu finden.

Ich bin einer von den Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

WEIHNACHTSGESCHICHTE | LUKAS 2, 1-21

60.

Veröffentlicht in 8. November 2021

Es ist ein paar Jahre her. Ein paar viele sogar. Denke irgendwo in den 80er. Verdamp lang her (BAP 1981 veröffentlicht). Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich mich gedanklich ins Jahr 2021 begebe. WOW. Im Jahre 2021 wirst du 60 Jahre werden. Wenn nicht vorher etwas unvorgesehenes passieren sollte. Woran man nicht denkt. Und ist nicht – wie ich jetzt dankbar erleben darf. 2021. Unvorstellbar weit weg. Es sind nicht die Fragen nach dem Leben in 2021. Nicht der Weg dahin. Nicht wie schnell etwas vergeht und/oder auch nicht. Einfach Fakt. Da bist du sechzig. Aber das ist ja noch lange hin. Mach dir keinen Kopf.
November 2021. Meine Lebensgeschichte schreibt sich weiter. Wurde nicht gebrochen. Der Gedankensprung von vor Jahren ist Wahrheit. Und ich freue mich drauf Tag für Tag und nehme dankbar an. Next Step im Leben. Irgendwie schon. Kein Großer – nur eine Zahl die sich ändert. Klingt so anders. Höher. Die hohen und kleinen Hürden sind gemeistert. Während die neuen Herausforderungen am entstehen sind. Unvorsehbar – was gut ist und mir entspricht. Ist so, sagen Menschen die mich kennen. Ist so – mein Credo. Ich bin schwer zu planen. Wenn überhaupt planbar. Irgendwann früher habe ich gesagt, dass das Nächtigen mit einem Zeltdach über dem Kopf Geschichte ist. Heute schlafe ich lieber unter freiem Himmel. Leider viel zu wenig. Das war nicht die Idee dieses Ur-Plans. Das wurde. Darauf vertraue ich. Gestärkt durch Menschen. Begleitet durch meinen mir eigenen Glauben. Ein Geschenk.
Achja das Leben. Irgendwie schon was besonderes. Schon immer. Für immer. Sechzig. Als Münchner Löwe möglicherweise ein Traumtag. Als Weiss-Roter wären das noch stolze weitere dreiunddreißig Jahre. Lange Zeit. Vorstellbar? Keine Gedanken daran verschwenden. Annehmen wie ein Geschenk.
Heute noch neunundfünfzig. Morgen kommt. Und wird.

»Ich weiß, dass ich ein Glück erlangt habe, das ich nicht verdiene, und das ich mit nichts in der Welt vertauschen möchte.«
Schlusssatz von Goethes »Wilhelm Meister«

Der Kuchen und das Messer

Veröffentlicht in 23. Oktober 2021

Wenn ich gefragt werden sollte nach meinem Lieblingsessen, könnte die Antwort Kuchen lauten. Könnte klingt etwas fern. Ich habe ja auf möglich Fragen nicht vorgefertigte Antworten parat. So eine Art Standardsatz-Monster mit Funktionstaste auf Abruf. Kuchen? Ja Kuchen ist doch nicht wirklich ein Essen. Spätzle mit Linsen. Federnde Kartoffelknödel (die springen wirklich minimum eine Messer- oder Gabellänge, wenn du sie auf den Boden wirfst) mit Soße und Rotkraut gut durchgekocht. Aber Kuchen? Es gibt ja unterschiedliche Kuchen. Den Nachtisch-Kuchen, den Kaffee-und-Tee-Kuchen und den Kuchen-Kuchen. Hier ist mein absoluter Liebling der Salzkuchen. Schwäbisch natürlich. Ein Hefeteig wird ausgerollt und dann mit einer Mischung aus Sauerrahm, Ei, Mehl, Salz, Kümmel und Schnittlauch bestrichen und dann gebacken. Der Rand schön kross. Nicht labbrig. Auch ein einzelnes Stück sollte von alleine stehen können und nicht in sich zusammenfallen. Das hat was mit der Würde des Kuchenstückes zu tun.
Die Tage war ich in der Bäckerei, in der es genau diesen Benchmark Salzkuchen gibt. Für sich alleine stehend. Feste Masse an Sauerrahm-Ei-Gemisch mit Salz. Ein wenig Kümmel. Ich bestelle immer zwei Stück. Auch wenn ich für mich alleine einkaufe. Der Grund ist die Vorfreude, wenn das eine verzehrt ist, hast du noch den Joker.
Ich also: »Hätte gerne 2 Stück Salzkuchen. Bitte.«.
Ich höre, wie die eine Verkäuferin die andere Verkäuferin fragt, welches Messer sie nehmen solle.
Ich mache mir in meinem Leben über dies und jenes Gedanken. Möglicherweise zuviele. Aber das war Neuland. Klar, willst du an deinem Salzkuchen kein schokoladiges Geschmiere einer Schwarzwälder Kirschtorte. An selbiger keine Reste einer Zwetschge. Und ein gekocht-verbackenes Zwiebelstück am Apfelkuchen hängend, fällt zwar im ersten Moment nicht auf – isst sich doch eher ungewöhnlich.
Mich begeistert, wenn Dinge mit Hirn erledigt werden. Unscheinbar. Selbstverständlich. Ohne dass ich mir darüber je Gedanken gemacht habe, machen werde. Übrigens Quiche ist nicht mein Ding. Schon dass aussprechen an der Bäckerei-Theke würde mir schwerfallen. Ein Kuchen wird nicht besser, wenn alles drin ist. Und der Stolz des Gesundheitsaspektes wenn die Gelbe Rübe (Möhre) zwischen Rahm und Grünzeug hervorlugt, macht weder den Kuchen noch mich glücklicher.

ds Indien

Veröffentlicht in 25. April 2021

Nimmt das kein Ende mit dem „bad news entertainment“. Muss ich am Ende gar einen Apfelbaum pflanzen? Wie es Martin Luther angekündigte auf die Frage, was er machen würde wenn morgen den Welt untergehen würd

Eine neue Mutante nimmt Fahrt auf. Menschen mit Ahnung – ich vermeide hier bewußt den Begriff des Experten, da ich die Expertinnen nicht ausschließen möchte, und von Expertinnen und Experten zu schreiben oder diese Kürzel Expert:innen oder mit Sternchen, wie ich es sonst häufig machen – STOP HALT darum geht es jetzt nicht.
ZURÜCK. Also wenn Menschen mit Ahnung von „Doppel-Mutanten“ sprechen, wird mir irgendwie schwummrig.
Es klingt so doppelt gefährlich – und eigentlich möchte ich mein Denken nicht damit belasten. Klingt wie ein Schritt zurück. Und mein Denken Ist ausgelastet genug.
Es soll aus Indien kommen.
Ich war noch nie in Indien. Werde wohl Indien niemals bereisen. Das hat mit dem Land selber wenig zu tun. Nichts mit den Menschen, die in Indien leben. Indien interessiert mich nicht mehr. Ich habe es von meiner Bucketlist gestrichen. Es war mal drauf. In anderen Zeiten. Heute scheint mir Anderes erstrebenswerter, erreisenswerter.

Menschen mit Ahnung sagen jetzt, man sollte schnellstmöglich die Flugverbindungen nach Indien kappen.
Frage ich? Wieso ist das nicht längst gemacht? Kann das einfach so hinterfragen, da ich keinen Bezug zu Indien habe. Vielleicht auch niemals haben werde. Ich weiß es nicht, was die Jahre bringen werden. Mein geliebter Earl Grey kommt aus Ceylon. Meine ich. In sofern wage ich es hier nicht Forderungen zu stellen. Ich fordere ja auch nicht macht in Hamburg den Alten Elbtunnel (sehr bereisenswert) zu, oder eine höhere Besteuerung von Konzerten mit Helene Fischer (mhhh) oder ab sofort gibt es Fernet Branca (meine Empfehlung: Finger weg!) nur noch in PET-Flaschen aus recyceltem Plastik in Pint-Größe. Und Menschen, die vor 1950 geboren sind dürfen nur noch dienstags zwischen 8 Uhr und 11:30 Uhr zu Lidl und Aldi. Im Süden wie im Norden.

Es ist immer leicht nach Einschränkungen zu rufen, wenn diese einen selber nicht tangieren. Tangiert, schönes Wort. Klingt so klug, wohl formuliert und echt besser als betroffen sein oder verwickelt zu sein. Ich vertraue denen, die sagen ob es jetzt Sinn macht Schotten dicht gegenüber Indien.

Vor vielen Jahren saßen wir in einer Gruppe von fröhlichen Menschen am Strand von Koh Samui und erzählten uns Geschichten. Eine Schweizerin aus dem Kanton Graubünden sprach in ihrem Dialekt von „ds’Indiä“.
Gute Geschichten bleiben in Erinnerung. Gute Menschen auch. Mit dem Apfelbaum warte ich erstmal noch eine Weile.

Mein wahres Querdenken

Veröffentlicht in 6. Januar 2021

Nur so eine Frage an „unsere“ Q-Fraktion(en):

Aktuell geht es mir gut. Ich stelle mir aber die Frage, ob es mit dem Q-Verständnis, unter einer Q-Regierung oder einer Q-Verantwortung auch so wäre?? Würde es mir gleich gut gehen? Besser? Schlechter? Im schlimmsten Fall würde bei mir gar nichts mehr gehen? Ende? Aus? Ich weiß es nicht.

Aktuell kann ich mit allen Entscheidungen leben. Obwohl ich betroffen und in einem großen Teil meines beruflichen Tun’s auf „0“ gesetzt bin (ohne staatliche Förderung!)
Ich meine hinter den Entscheidungen eine große Verantwortung zu sehen. Natürlich mag nicht alles richtig erscheinen. Manches vielleicht falsch sein. Aber um Jesus zu zitieren: » … der/die werfe den ersten Stein.«
Ich habe eine große Sehnsucht nach allem was mir wichtig war, aber verwehrt. Vieles ist mir jetzt noch bewusster, was mir wichtig ist. Ein weiterer Reifeprozess im Laufe meines Lebens. Das wieder zu erlangen ist das Ziel. Um es mit Seneca zu umschreiben: »Lasse alle deine Bemühungen zielgerichtet sein und behalte dieses Ziel im Blick. Es ist nicht das Handeln, das die Menschen beunruhigt, sondern falsche Vorstellungen von Dingen, die sie um den Verstand bringen.«

NEIN! Mich bringen krude Gedanken nicht um meinen Verstand. Ich nutze auch diese um MEIN Ziel noch klarer verfolgen zu können, meinen Weg zu finden und/oder meinen wenn auch kleinen Teil dazu beitragen zu können.
Aktuell geht es mir gut. Dafür bin ich dankbar.

Nun zurück zu meiner Eingangsfrage: Natürlich kann diese kein vernünftiger Mensch beantworten. Natürlich kann kein vernünftiger Mensch eine Antwort erwarten. Schon allein die Frage stellt sich nicht.

Heute ist HeiligDreiKönig. Weise Menschen, vermutlich nur Männer (schade.), Anzahl unbekannt, Sterndeuter, Magiere, eher wohl keine Könige, machten sich auf den Weg um zu erkunden. Ich schaue aus dem Fenster. Es beginnt zu schneien und ich überlege wie Schnee riecht.

Anmerkung 07.01.2021 I

Ich habe die Zeilen gestern morgen in einer „inneren Erregung“ auf dem Handy eingetippt. Als Antwort eines Q-Denkers der unsere Kanzlerin Angela Merkel einmal mehr als Lügnerin diffamiert. Darüber habe ich mich geärgert, dass ich anfing diese Zeilen zu schreiben. Um als Antwort unter die Veröffentlichung zu setzen. Ich habe mich dann doch dagegen entschieden.

Wie sich dann dieser Tag politisch entwickelt und in den Abendstunden in Washington eskalierte hatte ich nicht auf dem Schirm. Fassungslos. Wozu Starrsinn führt oder führen kann, dass ist der Spiegel den die Q-Fraktion sich vors Gesicht halten sollte. Und ohne Aufforderung von außen. Sonst wird aus QUERDENKEN ein QUERTREIBEN dann ein QUERSCHIESSEN. Wie weit dieser Prozess bereits vollzogen ist? Wir werden es die kommenden Tage und Wochen hören, sehen und lesen.

Anmerkung 07.01.2021 II

Ich werde immer weniger Freund von Facebook. Die Meinung die dort zum Teil geteilt wird kann ich in ihrer Außenwirkung nicht einschätzen. Unabhängig davon nehme ich mir gerade die Zeit, Dinge zu hinterfragen? Nach einem Beitrag, meist ja keine eigene recherchieret Meinung sondern ein Teilen, hinterfrage ich, wie mein:e Facebook-Freund:in zu dieser Meinung kommt. Welche eigenen Erfahrungen dahinter stecken? Welche Ängste?