Beiträge von Achim Seiter

Einfach so!

Veröffentlicht in 30. November 2022

Auch das noch. Pressemitteilung. »Unser Wasser« wird gechlort. Coliforme Bakterien verunreinigen das Leitungswasser in meiner Heimatgemeinde. Genannt Trinkwasser. Merke jetzt erst, dass hier wohl in den letzten Jahren eine Änderung des Sprachgebrauchs vorgenommen wurde.Ist also verunreinigt. Whyever?Plötzlich stellen sich gleich mal ganz andere Frage: Duschen? Zähne putzen? Kaffee-Vollautomat? Nudel oder doch lieber Kartoffel in den Backofen schieben? Wie damit umgehen?Schnell in den Getränkeladen um die Ecke. Wasser kaufen. AHHH… die Murrer Prepper entdecken das Wasser in Glas??? Oder die Vernünftigen?ÄHMMM … eigentlich schon immer. Liebe das Wasser aus Glas. Gibt mir so ein Gefühl von Reinheit. Leicht gekühlt. Oder doch nicht? Eine andere Vorgehensweise? Variante 1 Ich lass mich von NIEMANDEM belehren, geschweige denn vorschreiben, welches Wasser ich für was auch immer benutzen werde!!…

Pomp & COP 27

Veröffentlicht in 6. November 2022

Ich liege im Hotelzimmer. Warm. Ultramüde. Der Fernseher läuft. Mache ich sonst nie. Das TV und ich …. interessiert mich nicht. Meist. Denn genau in dem Moment wenn ich … ist nichts. Besser: nichts für mich. Weil es ist immer was.Ich zappe durch die Kanäle.Hinter mir liegt ein Radtag, der anders war als geplant. Eines: Der Wind kam aus der für mich richtigen Richtung. Danke. Pause machen um was zu essen – zu kühl. Hat es hintenraus nicht einfacher gemacht. Meine Füße eine geballte Formation von starrer Kälte und starrem Fels. Hin und wieder wechsle ich auf ebener Fläche in den Wiegetritt – nur für das Gefühl des Schmerzes. Sie leben.Dann die Nässe. Von oben Glück gehabt. Aber alleine das Spritzwasser von unten hat…

kleine frau . kleiner mann

Veröffentlicht in 5. März 2022

»Sicherheit ist die Mutter aller Nachhaltigkeit«, sagt ein Rüstungslobbyist dieser Tage. Was passiert da gerade? #kopfschütteln Ist alles wofür wir „gekämpft“ und eingestanden sind Schall und Rauch? JA… … es sind paar Jahre her als wir aufgestanden sind. Gestanden auf den Straßen. Vor militärischem Gelände. Ob dieses Mühen zur Befriedung beigetragen hat? Ich weiß es nicht. Rückblickend möglicherweise nur der Befriedung des eigenen Gewissens dienend. Für die eigene Überzeugung einer anderen – vielleicht auch besseren – Welt. Wir hatten Ruhe – und Ruhe wurde uns gelassen. Und irgendwann ist Ruhe normal. Und Normalität ist gewöhnlich. Und gewöhnlich ist stumm und still werdend – trotz allem erstrebenswert. Die Paradoxie. Ein Dilemma. Nun? Irgendwie scheint alles zu zerbröckeln. Nein. Es ist nicht Herr Putin allein. Alleine…

Gedenkminute

Veröffentlicht in 2. März 2022

Ich halte kurz inne. Wer ist nicht betroffen von den Geschehnissen dieser Tage? Selbst wenn das eigene Leben anscheinend „normal“ weiter dümpelt. Wenn ich es mir erlauben kann, gedrosselt. Wenn nicht, normal oder in voller Fahrt. Wird ja irgendwie von mir erwartet. Daily Business. Im Selbstmitleid erstarren – keine Alternative. Die Dimension dessen was die Geschehnisse dieser Tage beinhaltet, ist mir nur in der Theorie bewusst. Nicht übertragbar. Dankbarkeit. Bilder prägen sich ein.Ich habe das Glück der Zeit, dass es in meinen Tagen keinen Krieg, keine Terror-Anschläge, keine Naturkatastrophen in meiner unmittelbaren Umgebung gab. Die mein Leben, mich, ausbremsen. Einzig Betroffenheit. Ohnmacht. Trauer – ja manchmal auch Wut.Diese ist vergänglich – was gut ist. Und Vergessen zu können, ist trotz allem, auch ein Ding…

Also ehrlich.

Veröffentlicht in 18. Februar 2022

Irgendwie habe ich hin und wieder in unregelmäßigen Abständen das mulmige Gefühl, dass mir andere Menschen etwas zu Nahe auf die Pelle rücken. In Abständen der Abstand. (haha)Nein – null was mit Pandemie.Straßenverkehr.Ich laufe, gehe oder wie immer man das auch bezeichnen mag – über nen Feldweg gen Schillerstadt Marbach. Breite? Kein Ahnung. Denke so 60cm breiter als ein Auto. Mittelklassewagen.Dieser mir entgegenkommend. Sonntagmorgen. Ok – er fährt nicht überschnell. Aber straßenmittig. Besser feldwegmittig. Und weicht keinen Millimeter nach links aus seiner Sicht. Mittig halt. Vermutlich Ideallinie. Während ich rechts laufe, gehe oder was auch immer. »HEY MANN«. Irgendwie ist es so, dass mir dieser Automensch bei der Begegnung zu Nahe kommt. Mein Gefühl.Er bremst – rennt auf mich zu, engelbertgestrausst, gestresst. Wütend. Die…

Der selbstgewählte Verzicht

Veröffentlicht in 27. Januar 2022

Ich habe die Luca-App gelöscht. Also von meinem Smartphone. Nicht so im Allgemeinen. Weltweit und so.Ist das der erste Schritt zur wiedergewonnen Freiheit?Ist die Pandemie überwunden?Kann ich jetzt wieder bedenkenlos? – oder überhaupt nicht mehr unterwegs sein? Viele Fragen. Die Antworten fallen schwerer und schwerer. Der Wunsch nach dem was WAR größer werdend. Ich habe mich an dies und jenes gewöhnt. Ja fast zur Selbstverständlichkeit werden lassen. Es fällt mir nicht schwer Abstand zu halten. Es fällt mir nicht schwer in bestimmten Situationen Maske zu tragen. QR-Codes zu scannen. Geimpft. Geboostert. Das alles gerne – wenn’s der Wahrheitsfindung dient, wie Fritz Teufel mal an anderer Stelle süffisant bemerkte.Und testen. Selbsttests mache ich fast täglich. Ist irgendwie wie das Zähne putzen in den Alltag gerutscht.…

2022

Veröffentlicht in 1. Januar 2022

Auf die Frage Gute Worte für das Neue Jahr Zunächst einmal hoffe ich, dass der VfB Stuttgart in ruhiges Fahrwasser kommt und den Klassenerhalt schafft. Das ist zwar kein elementarer Wunsch. Aber es würde mich freuen, wenn es belohnt werden würde, dass Menschen in Verantwortung dort den Mut hatten, eine Entwicklung anzustoßen und ein Risiko einzugehen.Ansonsten glaube ich, dass wir gefühlt auf einer Wanderung sind und dass wir jetzt erst realisieren, dass dies nicht ganz so einfach ist. Man kann sich manche Dinge nicht einfach wegwünschen, sondern wir Menschen müssen lernen, damit umzugehen – sei es die Pandemie, seien es die vermeintlichen Gräben. Wobei es für mich lächerlich ist, dass sich deswegen Gräben auftun. Da würde ich mir wünschen, dass die Menschen mehr Vertrauen ineinander…

HIRTEN MONOLOG

Veröffentlicht in 25. Dezember 2021

HeiligAbend – Gottesdienst EmK Marbach Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Ich bin einer dieser Hirten.von denen diese Geschichte erzählt. Eine Geschichte die romantisch klingen mag.So vom Heimkehren nach getaner Arbeit.Den Abend in gemütlicher Runde genießen.Mit Feuer und einem Abschlusstrunk.Wie Menschen es für gewöhnlich so machen.In einem anderen Leben vielleicht.Aber heute?Die Geschichte über uns Hirten wurde über die Jahre schön gemalt.Wohl formuliert. in schöne Worte gepackt..Wie Erlebnisse, die im Nachhinein gesehen – als lehrreich und gar nicht so negativ empfunden werden.Es kommt wie es kam. Ich bin einer dieser Hirten.von denen diese Geschichte erzählt. Unterwegs sein.Die Nacht ist voller Kälte.Voll von Dunkelheit und Schatten,von gespenstischer Stille und angstmachenden Lautensie ist eine…