Archiv für

Werdet Astronauten!

Veröffentlicht in 14. März 2013

Du könntest der Größte sein,
Der BESTE!
Kannst dir wie King Kong auf die Brust trommeln!

Du könntest stärker sein, als die Welt,
den Krieg besiegen,
Du könntest mit Gott reden –
und an seine Türe hämmern.

Du kannst die Hände nach oben werfen,
die Zeit bestimmen,
du kannst Berge versetzen,
Felsen auseinanderbrechen.
Du kannst ein Meister sein,
warte nicht auf das Glück.
Setz dich ein, gib alles – dann findest du dein wahres Ich.

Die ganze Welt wird deinen Namen kennen,
weil du innerlich für deine Sache brennst.
Dann wirst du ewigen Ruhm erfahren.

Du könntest den LANGEN Weg nehmen,
und sogar noch ein Stück weitergehen.
Du könntest lächelnd durch die HÖLLE marschieren.

Du könntest ein Held sein,
die Goldmedaille holen
und dabei alle bisher undenkbaren Rekorde brechen.

Tu es für dein Volk,
tu es für deinen Stolz
aber du wirst es nie wissen – wenn du es nicht mal versuchst.

Tu es für dein Land,
für deinen Namen,
weil der Tag kommen wird,
an dem du in der Ruhmeshalle stehen wirst.

Hört nie auf zu lernen,
seid Lehrer
geht in die Politik,
werdet Prediger!

Glaubt an etwas,
bewegt etwas
werdet Astronauten,
werdet Champions
und hört niemals auf, nach der Wahrheit zu suchen…

Musik: The Script / Textquelle: SWR3 Lyrix

Stammheim II …

Veröffentlicht in 11. März 2013

… und Bücherknast – nur zwei Schlagworte mit denen die Stuttgarter Stadtbibliothek von außen betrachtet gesehen wird. Von außen betrachet: Wie man sich doch täuschen kann. Wie so oft – nur von außen. Die inneren Werte sind mit die Entscheidenden. Und die haben es in sich. Ein wundervoller Ort der Ruhe. Ein Ort der Ästhetik. Ein Ort des Denkens. Ein Ort der Faszination. Ein Ort der Langsamkeit. Ein Ort des sich und anderen Begegnens. Ein Ort zum Sehen, Sitzen und Hören. Ein Ort der Zeit zum Lesen. Ein Ort für Entdecker – welch wunderbare Kultur das Lesen in sich birgt.  Ihr kritischen Zeitgenossen schaut mal rein – ihr werdet euch wundern. Falls nicht – bleibt einfach Außenstehende. Vor der Tür. Bleibt weiter ein kleiner Teil eines kleinen Teiles. Eben nichts vom Ganzen. Ach übrigens, mir gefällt die Stadtbibliothek auch von außen betrachtet. Schon immer. Einfach ein weiterer Mosaikteil vom schönen Stuttgart.

I Am Near

Veröffentlicht in 2. März 2013

Die Fotografin Katrien Franken gehört zu den Menschen, die die Fähigkeit besitzen, etwas zu sehen, wo es für andere nichts zu sehen gibt. So war das auch, als sie auf den Ätna stieg, jenen Vulkan, den die Sizilianer wegen seiner Tobsuchtsanfälle fürchten. Für September war es recht kalt, schon unten in der Hotellobby hatte man ihr gesagt: Heute ist ein typischer Nebeltag. Und natürlich hatten die Einheimischen recht, mit jedem Höhenmeter wurde der Nebel dichter. Katrien Franken, die 1971 in den sehr flachen Niederlanden geboren wurde, sagt, dass sie solch einen Nebel noch nie erlebt habe. Bald begegnete sie kaum noch Wanderern bei ihrem Aufstieg. Die meisten waren enttäuscht wieder hinabgestiegen. »Die Leute haben wohl nicht das gesehen, was sie erwartet hatten«, vermutet Katrien Franken.

Die wenigen Wanderer, die sie noch traf, flackerten hier und da auf, als hätte sie sie sich nur eingebildet. Auf ihren Fotos sind die Menschen gerade noch zu erahnen. Trügen sie nicht ihre bunten Regenjacken, hätte sie der Nebel vollkommen verschluckt. Katrien Franken sagt, dort oben habe sie sich allem und nichts nahe gefühlt. Ihre Nebelbilder hat sie nach diesem seltsamen Gefühl benannt: I am Near.
Kann gut sein, dass sie nicht ein einziges Foto gemacht hätte, wenn die Sonne an diesem Septembertag geschienen hätte. Auf Reisen lässt sie sich treiben, fotografiert nur, wenn die Welt sich zufällig in einer dieser zauberhaften Konstellationen zeigt. Sonst ist Katrien Franken eine Fotografin, die fast pedantisch jede Kleinigkeit bedenkt, die ihr Bild transportieren soll.

Den Berg im Nebel zu bezwingen sei eine Herausforderung für sie gewesen, psychologisch. »Keine Grenzen zu sehen, die völlige Freiheit zu erfahren, das ist wie eine Konfrontation mit dem Nichts«, sagt sie. Vor ihren Augen habe sich die Vorstellung einer menschlichen Gemeinschaft aufgelöst, sogar die des eigenen Selbst. »Nichts kann nicht sein.«

Nach drei Tagen hatte sich der Nebel verzogen, und die Touristen stapften wieder los, die Kameras baumelten vor ihren Bäuchen. Katrien Franken ist nicht noch einmal auf den Ätna gestiegen, sie hatte genug gesehen.

Quelle: http://www.katrienfranken.com / DIE ZEIT

Nennt mich nicht Fremde

Veröffentlicht in 1. März 2013

„Nennt mich nicht Fremde: Ich brauche Kontakte, ganz besonders, wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen. Nennt mich nicht Fremde: Ich brauche das Gefühl ein Zuhause zu haben, ganz besonders, wenn mein eigenes so weit weg ist. Nennt mich nicht Fremde: Ich brauche eine Familie, denn meine habe ich verlassen, um für euch zu arbeiten. Nennt mich nicht Fremde: Wir leben auf derselben Erde, doch meine Heimat ist nicht ‚das verheißene Land‘. Nennt mich nicht Fremde: Meine Sprache klingt anders als eure, doch die Gefühle, die ich damit ausdrücke, sind dieselben. Nennt mich nicht Fremde: Es stimmt, ich bin eine Arbeitsmigrantin, aber unser Gott ist derselbe.“ Auszug aus der Klage einer Arbeitsmigrantin – QUELLE: Werkmappe Weltgebetstag Deutschland 2013

Mit leeren Händen

Veröffentlicht in 28. Februar 2013

Wir sind nicht mehr Papst! Hier ein Artikel zum „Nichtvergessen“ aus DER SPIEGEL im April 2010. Wie aktuell! Der zögerliche Umgang des Papstes mit den Sündenfällen seiner Priester weitet sich zur Kirchenkrise aus und schürt die Empörung über sein Pontifikat. Benedikt hat es sich mit Juden und Muslimen, mit vielen Katholiken und auch mit den Deutschen verdorben, die bei seiner Wahl so stolz auf ihn waren. Herr!“, so beginnt der Mann. Es ist Nacht, an den Ruinenmauern flackern die Schatten der Fackeln. „Oft erscheint uns deine Kirche wie ein sinkendes Boot, das schon voll Wasser gelaufen und ganz und gar leck ist.“ Das sind düstere Sätze. Besonders von einem Kirchenfürsten. Und er macht weiter, spricht vom Unkraut auf dem Acker des Herrn, vom Dreck, der…

Benedikt XVI: Die Letzte Botschaft

Veröffentlicht in 27. Februar 2013

  Mhhh. Den letzten Segen gab es am heutigen Mittwoch von Papst Benedikt XVI. Später schreibt er noch eine Botschaft an seine 1,6 Millionen Follower auf Twitter: „Mein Wunsch ist es, dass ein jeder von uns die Freude spürt, Christ zu sein und von Gott geliebt zu sein, der uns seinen Sohn geschenkt hat.“ Ein „frommer“ Wunsch und ein schöner Wunsch noch dazu. Respekt! Starker Abgang. Ciao Benedetto!    

Ausgeliefert!

Veröffentlicht in 15. Februar 2013

Lächerlich! Wieder einmal hat ein Recherche-Team „zugeschlagen“. Diesmal bricht der „Shit-Storm“ über Amazon her. Im Juli 2012 bereits ein ähnliches Spiel. Ziel: Zalando und ein bißchen Amazon. Hätten diese Firmen mal besser TV-Werbung gemacht! Dann wäre das nicht passiert – oder war das jetzt böse? Olaf Kolbrück (Die Zeit) titulierte seine Kommentar 2012 „Die verlogene Empörung über Zalando, Amazon & Co.“. Weiter: „es gibt Kunden, die kaufen Steak, 1 Euro für hundert Gramm, und fragen sich nicht, ob das Tier jemals gelebt hat. Es gibt Kunden, die kaufen beim Mode-Discounter das T-Shirt für 3,99 und fragen sich nicht, welche Kinderhände da genäht haben. Und es gibt Menschen, die bestellen bei Zalando, mit kostenlosem Versand und Retouren, und sind nach einem ZDF-Bericht plötzlich völlig perplex.…

Mehr Fasten

Veröffentlicht in 13. Februar 2013

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Mitnichten. Es beginnt die Fastenzeit. 7 Wochen anders leben. 7 Wochen ohne oder mit. Und: Fasten ist eine persönliche Entscheidung und nicht auf andere übertragbar. Umso besser, authentischer je weniger Aufhebens um das eigene Fasten gemacht wird. No Fasten-Showtime. Ich werde also kein T-Shirt tragen mit der Aufschrift „Achtung Faster“ oder  „In 7 Wochen bin ich wieder der Alte“ oder so ähnlich. Oft ist diese Zeit mit vielen Hoffnungen besetzt. Und das mögliche Scheitern vorprogrammiert. Der Druck fasten zu wollen, sprich: müssen. Dem will ich mich eigentlich nicht aussetzen. Die Fastenzeit als persönliche Leistung zu empfinden. Idee krass verfehlt. Ich muss. Ich will. Ich lasse irgendetwas weg. Ok. Ich esse 7 Wochen keine Schokolade – Einfach! Trinke 7 Wochen…

Astronaut #1

Veröffentlicht in 11. Februar 2013

Unsere Bahnhöfe sind voll davon. Eine Werbekampagne von AXE weckt mancher Jungen – nicht Meinigen – kindlichen Berufswunsch nach dem eines Astronauten. Astronaut, ein etwas in das Vergessen geratener „Beruf“. Einen den man meines Wissens nach nicht erlernen kann – man wird dazu berufen und trainiert. Besondere Fähigkeiten nicht nur physischer Art sind erwünscht. Kein Muss – vermutlich nicht gegen den eigenen Willen. Eher schon eine Ehrensache. Der Begriff Astronaut (v. griechisch ἄστρον astron = Stern + ναύτης nautēs = Seefahrer/Matrose) lehnt sich an das Wort Aeronaut (Luftschiffer) an. Und übt eine Faszination aus. Eingezwängt in eine Kapsel. Schwerelosigkeit. Unvorstellbare Kräfte die auf einen Wirken. Und natürlich – hier schließe ich mich gerne an – einmal unseren blauen Planeten als Ganzes sehen. Von oben.…

Sonne, Schnee & Crossrad

Veröffentlicht in 10. Februar 2013


Wer heute nicht unterwegs war, ja…. hat was verpasst. Endlich nach vielen Wochen ein Sonnentag und was für einer. Wunderbares Crossrad-Wetter um die Hügel der Umgebung zu befahren. Oder natürlich um was anderes zu tun. Spaziergänger en Mass. Schlittenfahrer. Läufer mit und ohne Ski. Kurz gesagt: „What A Day!“

Dann mach doch die Bluse zu!

Veröffentlicht in 8. Februar 2013

Frauen bestehen auf ihrem Recht, sexy zu sein – ganz für sich selbst, natürlich. Darauf reagieren darf Mann nämlich nicht, sonst folgt gleich der nächste Aufschrei. Vielleicht wäre uns diese ganze Debatte erspart geblieben, wenn an diesem ominösen Abend an der Bar nicht Rainer Brüderle, sondern George Clooney gestanden hätte, um seine Tanzkarte an Frau Himmelreich weiterzureichen. Aber so müssen wir alle teilhaben an dem jämmerlichen Balzversuch des Altpolitikers gegenüber der aufsteigenden Jungjournalistin. Denn die ganze Nummer bekommt einen ganz neuen Dreh, wenn männliche Annäherung auf fruchtbaren Boden fällt. Dann wäre es unter Umständen die Geschichte eines heißen Flirts geworden und Frau Himmelreich hätte bis an ihr Lebensende einen echten Clooney bei ihren Freundinnen zum Besten geben können. Was wir daraus lernen? Wo persönliche…