Beiträge aus der Kategorie “QuerBeet

furchtbar

Veröffentlicht in 19. März 2015

Die Welt hat gerade ein recht ausführliches Interview mit Noel Gallagher. Ich fand Oasis nie sonderlich pralle (ok, Wonderwall hat was…) und die Brüder Gallagher auch nicht sonderlich sympathisch, aber was Noel hier sagt, als man ihm Helene Fischer vorspielt, kann man ruhig mal zitieren. Die Welt: Mit Oasis haben Sie auch in Deutschland eine ganze Generation geprägt. Das was Sie hier bei uns in den Neunzigern waren, ist heute Helene Fischer. Gallagher: Wer soll das sein? Die Welt: Hören Sie am besten selbst. Das Lied heißt „Atemlos“. Gallagher: Das ist furchtbar! Gott, können wir das bitte ausmachen? Das ist genau die Popmusik, von der ich spreche. Sie bedroht heute die ganze Welt. Das ist Musik, die absolut nichts mehr bedeutet. Oder noch schlimmer:…

Griechischer Mindestlohn

Veröffentlicht in 1. März 2015

Unlängst in DER ZEIT gelesen & für gut befunden… Neulich hat Frau Yasmin Fahimi, die Generalsekretärin der SPD, etwas sehr Schönes und Menschliches gesagt. Sie hat sich dagegen verwahrt, dass der griechische Mindestlohn von unverschämten 500 Euro noch weiter erhöht werde, weil dies von anderen Mindestlöhnern in Europa bezahlt werden müsse. »Europäische Mindestlöhner! Griechische Arbeiter wollen euch eure Villen im Tessin wegnehmen!« Ja, Sozialdemokraten wissen aus Erfahrung, wie schnell Neid und Missgunst entstehen, wenn arme Menschen weniger arm sein wollen als andere arme Menschen. Das ist ein Verstoß gegen die soziale Gerechtigkeit, und hier heißt es: »Wehret den Anfängen«. Völlig zu Recht fürchtet Frau Fahimi, dass die SPD außerhalb Hamburgs zur Splitterpartei schrumpft, wenn sie vergisst, dass Gott jeden Menschen von Geburt an auf einen…

Boykott III – CONTRA

Veröffentlicht in 20. August 2014

Dieser Text stammt von Antje Vollmer. Geboren 1943, saß mit Unterbrechungen von 1983 bis 2004 im Bundestag. Die evangelische Pastorin ist Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen und hat sich um die Ost-West-Annäherung verdient gemacht. »Nein, Schluss mit dieser Politik ohne Konzept« Ich bin gegen einen Boykott. Denn ich habe weder privat noch im Umgang mit Völkern erfahren, dass die »schwarze Pädagogik«, die Pädagogik der Demütigung, die ein Land in eine Richtung ohne Ausweg treibt, je ihr Ziel erreicht hätte. Sie erreicht eine Verhärtung. Sie erreicht die Abkehr von einer Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft des Kontinents. Sie erreicht in der Regel einen trotzigen Nationalismus. Eine Geste der nationalen Selbstbehauptung, von der das Land schwer wieder runterkommt. Ich glaube, dass wir im Moment alle Gewinne der…

Boykott II – PRO

Veröffentlicht in 18. August 2014

Dieser Text stammt von Werner Schulz. Geboren 1950, saß für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, später im EU-Parlament. Dort war der DDR-Bürgerrechtler u. a. stellvertretender Vorsitzender der Russland-Delegation. »Ja, aber bitte intelligent und wirksam« Boykott ja, aber bitte intelligent und wirksam! Putin hat mit der militärischen Einverleibung der Krim das Völkerrecht gebrochen. Es wäre zwingend, ihm vor Augen zu führen, was es bedeuten würde, wenn Staaten der EU sich ebenfalls nicht mehr an das Völkerrecht hielten. Es gibt zum Beispiel das Abkommen von Montreux von 1936, das die Durchfahrt von Schiffen – vor allem von Kriegsschiffen – durch den Bosporus regelt. Dieses Abkommen ist von der damaligen Sowjetunion unterzeichnet worden. Wenn Putin sagt, er erkenne die Regierung in der Ukraine nicht an, weil es…

Boykott I

Veröffentlicht in 15. August 2014

1408_boykott_3000What a word…. und in allen Ohren. Ausgesprochen von den vermeintlich größten Mündern – in alle Richtungen. Die einen wollen das oder jenes nicht mehr liefern. Wobei alle Experten lächeln – dann werden die »das-und-jenes-Geschäfte« über Drittländer gemacht. Alles gut. 

Ich erinnere mich, dass zur Zeit der Apartheid in Südafrika vorallem die internationale Ächtung im Sport im Speziellen dem Volkssport der Weißen Rugby – zumindest einen Eindruck hinterließ. Die südafrikanischen »Springboks« fanden einfach keine Gegner. Und als die neuseeländischen »All Blacks« trotz heftiger Proteste dennoch nach Südafrika reisten, forderten andere afrikanische Staaten den Ausschluss Neuseelands von den Olympischen Sommerspielen 1976. Das Internationale Olympische Komitee IOC lehnte den Antrag übrigens ab. Die FIA, IOC und Blatter’s Fifa. Ein korrupter Haufen – wobei der Bernie gerade für 100 Millionen Dollar bezahlbar an den bayrischen Staat freigesprochen wurde. Wie grotesk.
Wenn aktuell von den Politikern über Sanktionen gesprochen wird, laufen die Vorbereitungen in Sotschi ohne Störungen weiter. Sotschi? Ja da waren unlängst im Februar diesen Jahres die olympischen Winterspiele. Vorbereitungen für den Mitte Oktober erstmalig stattfindenden großen Preis von Russland. Sprich Formel 1. 2018 wird die Fußball-WM in Russland stattfinden. Die Tage forderte der stellvertretende britische Premierminister Nick Clegg den Verzicht der Formel 1 auf den Start in Sotschi. Acht der elf Rennställe sitzen in England. Ihre Angestellten weichen der Frage aus und schieben die Verantwortung weiter: »Man darf sich als Sportler nicht zu sehr seinen Kopf zerbrechen«, sagte Weltmeister Sebastian Vettel: «Wenn wir grünes Licht haben, wird es in Ordnung sein. Es gibt genug Leute bei uns, die sich darum Gedanken machen.« Die Formel 1 klappt das Visier runter. Wie sagte einst Berti Vogts unvergesslich: »Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.« Wir schreiben das Jahr 1978. Fußball-WM. Dieser Satz war eigentlich mehr Schmach als Cordoba. Die argentinische Militärdiktatur regierte von 1976 bis 1983. Der Sport läßt im Kampf um Moneten wirklich kein Fettnäpfchen aus. Noch was: Der Große Preis von Europa wird 2016 in Aserbaidschan ausgetragen. Na toll. Ist zum abdrehen. Hände in die Taschen und weg.

geparkt

Veröffentlicht in 6. August 2014

 

 

 

Gestern in der Hotelgarage. Einfach nur schön. Häää? Schön blöd. Und im zweiten Hinsehen wird ein »Ärgernis« zu einem Schmunzler. Und ich will den Aufkleber einfach nur haben. Gegoogelt. Gefunden. Bestellt. Manchmal gehts superschnell im Leben. Und ich freue mich jetzt schon wie ein kleines Kind auf den ersten Einsatz. Nur… wie komme ich an das Bild mit dem verdutzten Gesicht des Parkenden. Zum auf die Lauer liegen fehlt mir die Zeit. Leider. Schade eigentlich.

Lahm hinten rechts

Veröffentlicht in 3. Juli 2014

Ja… Ich schaue Fußball-Weltmeisterschaft. Alle Spiele. Alle Tore. Alle Interviews und Kommentare. Meine Nächte werden nicht kürzer – aber es fehlt Zeit dies und das zu tun und zu schreiben. Es dreht sich – nicht alles – aber vieles um das runde Ding. Vieles bleibt liegen. Noch mehr kommt zu kurz. Selbst die TV-Nachrichten zur Halbzeit werden tonlos. Entspannen. Fachsimpeln. Emotionen. Diskutieren. Getränke be- und entsorgen. Das ist der Ablauf. Optimiert. Es ist ein offenes Geheimnis. Während irgendwo auf der Welt die Kicker einem Ball nachjagen und nach Luft ringen, verschafft es gerade diese unseren Politikern. Der Mensch fiebert mit seinem Team. Macht sich Sorgen um den einen oder anderen Spieler. Millionen Bundestrainer wissen eh alles besser. Und dass der Lahm hinten rechts am…

Homerun

Veröffentlicht in 23. Mai 2014

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Ich wusste nicht was auf mich zukommen. Baseball. Wir gehen zum Baseball. MLB – Major-League-Baseball. Beste Liga der Welt. Vorfreude. Wunderschöner lauer Frühsommerabend. Ideal zum selber Sport machen. Oder eben gemütlich Sport schauen. Baseball. Die Amerikaner lieben den Sport. Tradition. Sie lieben Tradition und feiern diese. Sie lieben aber auch Dinge die mir fremd sind. Wie eben Baseball. »Die Kunst des Feldspiels« habe ich gelesen. Erst die Tage. Ein wunderbares Buch. Es geht darin um die Lebensgeschichte von fünf Menschen. Und eben auch um Baseball. Es erzählt den Psychokrieg des Werfers (Pitcher) mit dem Schläger (Batter). Die Strategien. Die Konsequenz eines Wurfes. Durchaus interessant welche Gedanken sich hier abspielen. Als Nicht-Amerikaner im ersten Moment eher unspektakulär. Man muss sich darauf einlassen wollen und können. Ansonsten sieht man scheinbar gelangweilte, gerne auf den Boden spuckende Männer mit langen Jogginghosen und Caps auf einem Rasenplatz von seltsamen Ausmaßen stehend. Darum ein Stadion für Tausende von Zuschauer. Die sich darin verlieren. Von Zeit zu Zeit bewegen sie sich – die Männer – wieselflink mit ganzem Körpereinsatz um einen kleinen Ball zu fangen und zurückzuwerfen. Beindruckend. Andere rennen, wenn es die Spielsituation erlaubt. Die Zuschauer derweil tun überwiegend etwas für ihren Körperfettanteil. Alles beobachtend. Langweile. Eigentlich nein. Zum Schluss bin ich trotzdem von unserer Reisegruppe einzig übrig. Früher gehen geht nicht. Altes Grundprinzip. Verpasst haben die anderen nicht wirklich was – außer dass die Heimmannschaft das Spiel im letzten Inning (Runde) noch verliert. Kurz vor Spielende sagt mir ein Baseball-Fan (Amerikaner) dass Fussball langweilig ist, da es unentschieden enden kann. Ich widerspreche nicht. Einmal reicht mein Wortschaft nicht aus. Zweitens wenn es ihn glücklich macht. Drittens: Warum auch. Sein Team führt. Er hat Freude. Und ich lass mich ja auch nicht bekehren. Die Amerikaner lieben das siegen. Verlieren scheint jedoch keine Depression auszulösen. Lassen wir die eine oder andere Militäraktion einmal außer Betracht. Noch’n Bier. Gut ist. Im Kampf gegen die Langweiligkeit des Lebens rieselt ein Spiel dahin. Unterhaltung. Zeitvertreib. Mehr nicht. In diesem Sinne ist Baseball kurzweilig. Irgendwann ist wieder Spieltag. Wie auf einen Sonntag, wenn er noch so bescheiden war, ein Montag folgt.

Gut gebrüllt.

Veröffentlicht in 22. Mai 2014

Herr Steinmeier hat gebrüllt. Und alle liegen ihm zu Füßen, weil er, so heisst es, Gefühle gezeigt hat. »Steinmeiers Wutrede am Alexanderplatz, in der er sich an ein paar Dutzend selbst ernannten „linken“ Friedensaktivisten abarbeitet (Gänsefüßchen von SPIEGEL online), sorgt für bemerkenswerte Reaktionen. Auf YouTube wird der Clip zum Hit, Twitter-User sind begeistert, „Gut gebrüllt, Herr Außenminister“, lobt die „Bild“-Zeitung.« Was bitte sind „selbsternannte“ Friedensaktivisten? Oder schreiben das vielleicht nur „selbsternannte“ Journalisten? Wird verfehlte Politik einen Deut besser, nur weil man jetzt mal brüllt? Oder brüllt man so, weil man weiß, dass sie verfehlt ist? Macht man DemonstrantInnen, Kriegsgegner und PazifistInnen auf diese infame Weise nieder? Indem man sie unter anderem als Europafeinde denunziert? Sollte man die Macht , die einem Bühne und Mikrofone,…

atemlos

Veröffentlicht in 2. Mai 2014

Ein Freund – nennen wir ihn MP – ist schon immer begeistert von dieser Frau. Verfolge das seit langer Zeit. Ein Anderer dürfte (was natürlich für eine sehr sehr vage Aussage steht) mit Genehmigung seiner Ehefrau sich einen Seitensprung erlauben. Für den Fall, dass diese plötzlich auf seiner Bettkante sitzen würde. Sagt er – nicht sie. Erstaunlich mit welchen Themen sich Menschen auseinandersetzen in diesen Tagen. Trotz Ukraine. Es muss eine Traumfrau sein. Helene Fischer. Allerweltsnamen. Nie gehört. Nie gesehen. Das gibt’s doch nicht. Doch das gibt’s. Googeln geht gegen die Ehre. Interessiert mich ähnlich wie dieser platzende Reissack in China. Im Moment kommst du an Helene Fischer schwer vorbei. »ATEMLOS« heisst der musikalische Ohrwurm. Jeder dörfliche Musikverein. Umtriebige Partybands. Jedes Bierzelt und Weinfest hat…

ZEITstrafe

Veröffentlicht in 24. April 2014

Es muss alles besser werden. Muss? Der Mensch neigt dazu. Manchmal wäre mir ganz lieb wenn es genauso bleibt wie es ist. Bin ich jetzt konservativ? Schreck. Schockstarre. Der Begriff ist negativ belastet. Oft. Was im Prinzip nicht stimmt. Übersetzt heißt es erhaltend, bewahrend. Hat was. Logisch. Nicht immer. Neu ist seit diesen Tagen das App der ZEIT. Version 2.1. Mit einem progressiven Download ausgestattet, sodass mit der Lektüre der ZEIT bereits während des Ladevorgangs begonnen werden kann. So die Idee. Ein ZEITgewinn. Nur, dass das Update völliger Mist ist. Das Laden dauert deutlich länger als bisher, wenn es überhaupt funzt. Immer wieder starten. Abbruch. Neu laden. Also mehr ZEITaufwand. Statt ZEITersparnis eine ZEITstrafe. In diesem Fällen neige ich alles beim Alten zu belassen.…

KVALITET eine Gute

Veröffentlicht in 12. April 2014

Fährste Öffentlich. Haste Augen offen. Kannste was entdecken. Iste ja nicht so, dass ich mich darüber lächerlich machen will. Dickes Schmunzeln. Foto gezückt. Iste auch nicht ganz so einfach mit der Sprachen. Dem Schreiben. Mit dem Genitiv und so. Im Deutschen im ganz besonderen. So heißt es. Immer wieder eine Herausforderung. Für den Einen mehr – für den Anderen etwas weniger. Und das meine ich geschlechterneutral. Hätte statt »den die«, »Einen Eine«, »den die« und »Anderen Andere« schreiben können. Bin mir nicht mal ganz sicher ob das mit dem GROSS SCHREIBEN so korrekt ist. Könnte googeln. Arbeite nicht mit WORD oder einem Rechtschreibprogramm. Lieber frei Schnauze. Auf mich selber angewiesen. Im Zweifelsfall ist es falsch oder nur halb richtig. Der Kollege Handwerker ist dem…