Beiträge aus der Kategorie “QuerBeet

Die kleine Fender

Veröffentlicht in 28. März 2023

Es ist schon ein paar Tage her. Monate. Jahre. Wir waren mit einer Gruppe von Kindern unterwegs zu einer Winterfreizeit. Kitzbühel. Um die 30 Kinder. Einen Bus voll. Mit Menschen. Mit Gepäck. Was man halt so braucht. Und beim Skifahren noch etwas mehr. Und natürlich das Abendprogramm.Gerne im Kreis sitzen. Lieder singen. Spiele spielen. Eine gute Zeit zusammen haben.Aus diesem Grunde habe ich das Spiel der Gitarre gelernt. Kein Krösus. Kein Virtuose. Aber Lieder begleiten geht. Und dass mit drei Griffen vieles möglich ist, ist eine Legende. Und/oder es werden Kinderlieder zu kompliziert komponiert. Im Zweifelsfall wird halt ein Griff – so nennt man das positionieren der Finger auf der Gitarre – weggelassen. Fällt meist nicht auf. Kommt selten vor. Zweiter Januar. Kurz vor…

vis-à-vis

Veröffentlicht in 30. Januar 2023

Die Zeit – was der Einsatz von Waffen, der Verkauf von Waffen aller Art angeht ist keine Gute. Außer für die Waffenlobby und Waffenindustrie. #fck.Meine Tageszeitung berichtet heute mit großer Schlagzeile auf Seite eins, dass es eine neue Rekordzahl an sogenannten »kleinen Waffenscheinen« gibt. Und, dass viele Menschen wohl verunsichert sind. Und, dass immer mehr wollen anscheinend in der Lage sein, sich notfalls selbst zu verteidigen. Und, dass sie sich deshalb eine Schreckschusswaffe o.ä. kaufen. GRMPFL. Mein früher Chef stand vor vielen Jahren im Treppenhaus des Bürotrakts vis-à-vis einem Psychopathen gegenüber. Auch dieser meinte eine Waffe ziehen zu müssen. Angriff. Wie im Kriminalfilm direkt gerichtet auf meinen Chef. Einfach so, weil diesem Menschen irgendwas nicht passte. Dass mein Chef der »Gegner« war, war reiner…

Vier Minuten.

Veröffentlicht in 15. Januar 2023

Nein – meine Mitmenschen bezeichnen mich nicht als pingelig. Nicht als »Korinthenkacker«. Und ich weiß sehr gut zu unterscheiden, dass nicht alles klappen kann und muss, mit dem was meine Ansprüche und/oder Erwartungen sind.Und ich habe größten Respekt, was im Hintergrund organisiert, geplant und gemacht wird um eben dieses »es klappt« zu ermöglichen. Gerade bin ich zur Bushaltestelle geschlendert. Hatte Zeit eingeplant. Sogar genügend. Vier Minuten. Sonst eher auf den letzten Drücker. Wohlgemut. Den Bus habe ich trotzdem verpasst. GRMPFL. Zu spät kommen ist blöd. Selbst verschuldet. Wobei Schuld eine unpassende Bezeichnung ist. Ein Missgeschick ist mir geschehen. Passt besser. Heute fährt mein Bus vier Minuten zu früh ab. Ich sehe ihn einfahren. OOPS. Renne die letzten Meter in der guten Hoffnung, dass… .…

Den Augenblick ergreife!

Veröffentlicht in 25. Dezember 2022

Segen HeiligAbend Gottesdienst auf der Schillerhöhe. Marbach/Neckar. Den Frieden finden.Dem Stern am Himmel folgend.Gottes Kinder.WIR.Nicht die EINEN und die ANDEREN.Dann berühren sich Himmel und ErdeDann ist Weihnachten.Dann sind WIR die Weihnachtsstars. Wir sehen den Stern.Von Weitem ungreifbar und gleich um die Ecke.In der Heiligen Nacht und nicht nur. GUTER GOTT segne diese Stilleund blase Sie denen in die Ohren. Die unsere Zeit noch schneller machen möchten. Und damit noch kürzer und atemloser. GUTER GOTT wir bitten dich: Mach es!Auf dass unser Herz wieder Luft schnappen kannUnser Auge aufhört zu zappelnUnd unser Ohr wieder richtig hört und nicht alles vergisst.Denen die uns das alles austreiben möchtenMöge GOTT der Herr einen Blitz in den Arsch jagenDamit sie ihr unmenschliches Tun einsehenUnd die Menschen seines Wohlgefallens in…

Meine Güte?

Veröffentlicht in 19. Dezember 2022

Predigttext Philipper 4, 4-7 4 Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! 5 Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! 6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! 7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus. Gottesdienst Erlöserkirche Marbach (EmK) // 18.12.2022 >> gesamter Text als pdf… >> Stream YouTube Wenn mir etwas gelingt. Wenn etwas gut ist. Wenn etwas gut gelaufen ist. Sage ich gerne als Ausdruck von Freude YEAH. Was nichts anderes heißt als JA. Ich freue mich. Freude aus einer inneren Motivation heraus. Freude nicht in die Zukunft gerichtet? Nein. Jetzt.…

Von wegen Stille

Veröffentlicht in 11. Dezember 2022

Ich gehe kurz vors Haus. Lage checken. Meine Straße unberührt. Ein zarter flockiger Hauch von Schnee, nicht wie Puderzucker eher wie Parmesan auf den Spaghetti, bedeckt das ansonsten Grau der Straße. Bei Spaghetti ist Ein- und Mehrzahl gleich.Ich bin kurz davor mein Rad zu schnappen und ein paar Runden zu drehen. Wenn auch kleine. Geht nicht. Selbst kleine und wenige Minuten nicht. Ich sollte öfters diese Minutenrunden machen. Radfahren. Nicht allein ausgelegt um eine längere Zeit unterwegs zu sein. Minuten. Einfach nur ein paar. Ist relativ.Draußen. Es ist kalt. Nicht unangenehm.Keine Stille – trotz der frühen Zeit an einem Sonntag. Ein Flugzeug unsicht- aber hörbar. Wie ein Rauschen. Nicht unangenehm.Ich setzte meine ersten Schritte auf den Asphalt. Erzeuge Spuren. Taste mich heran ob ich…

Einfach so!

Veröffentlicht in 30. November 2022

Auch das noch. Pressemitteilung. »Unser Wasser« wird gechlort. Coliforme Bakterien verunreinigen das Leitungswasser in meiner Heimatgemeinde. Genannt Trinkwasser. Merke jetzt erst, dass hier wohl in den letzten Jahren eine Änderung des Sprachgebrauchs vorgenommen wurde.Ist also verunreinigt. Whyever?Plötzlich stellen sich gleich mal ganz andere Frage: Duschen? Zähne putzen? Kaffee-Vollautomat? Nudel oder doch lieber Kartoffel in den Backofen schieben? Wie damit umgehen?Schnell in den Getränkeladen um die Ecke. Wasser kaufen. AHHH… die Murrer Prepper entdecken das Wasser in Glas??? Oder die Vernünftigen?ÄHMMM … eigentlich schon immer. Liebe das Wasser aus Glas. Gibt mir so ein Gefühl von Reinheit. Leicht gekühlt. Oder doch nicht? Eine andere Vorgehensweise? Variante 1 Ich lass mich von NIEMANDEM belehren, geschweige denn vorschreiben, welches Wasser ich für was auch immer benutzen werde!!…

Pomp & COP 27

Veröffentlicht in 6. November 2022

Ich liege im Hotelzimmer. Warm. Ultramüde. Der Fernseher läuft. Mache ich sonst nie. Das TV und ich …. interessiert mich nicht. Meist. Denn genau in dem Moment wenn ich … ist nichts. Besser: nichts für mich. Weil es ist immer was.Ich zappe durch die Kanäle.Hinter mir liegt ein Radtag, der anders war als geplant. Eines: Der Wind kam aus der für mich richtigen Richtung. Danke. Pause machen um was zu essen – zu kühl. Hat es hintenraus nicht einfacher gemacht. Meine Füße eine geballte Formation von starrer Kälte und starrem Fels. Hin und wieder wechsle ich auf ebener Fläche in den Wiegetritt – nur für das Gefühl des Schmerzes. Sie leben.Dann die Nässe. Von oben Glück gehabt. Aber alleine das Spritzwasser von unten hat…

Also ehrlich.

Veröffentlicht in 18. Februar 2022

Irgendwie habe ich hin und wieder in unregelmäßigen Abständen das mulmige Gefühl, dass mir andere Menschen etwas zu Nahe auf die Pelle rücken. In Abständen der Abstand. (haha)Nein – null was mit Pandemie.Straßenverkehr.Ich laufe, gehe oder wie immer man das auch bezeichnen mag – über nen Feldweg gen Schillerstadt Marbach. Breite? Kein Ahnung. Denke so 60cm breiter als ein Auto. Mittelklassewagen.Dieser mir entgegenkommend. Sonntagmorgen. Ok – er fährt nicht überschnell. Aber straßenmittig. Besser feldwegmittig. Und weicht keinen Millimeter nach links aus seiner Sicht. Mittig halt. Vermutlich Ideallinie. Während ich rechts laufe, gehe oder was auch immer. »HEY MANN«. Irgendwie ist es so, dass mir dieser Automensch bei der Begegnung zu Nahe kommt. Mein Gefühl.Er bremst – rennt auf mich zu, engelbertgestrausst, gestresst. Wütend. Die…

2022

Veröffentlicht in 1. Januar 2022

Auf die Frage Gute Worte für das Neue Jahr Zunächst einmal hoffe ich, dass der VfB Stuttgart in ruhiges Fahrwasser kommt und den Klassenerhalt schafft. Das ist zwar kein elementarer Wunsch. Aber es würde mich freuen, wenn es belohnt werden würde, dass Menschen in Verantwortung dort den Mut hatten, eine Entwicklung anzustoßen und ein Risiko einzugehen.Ansonsten glaube ich, dass wir gefühlt auf einer Wanderung sind und dass wir jetzt erst realisieren, dass dies nicht ganz so einfach ist. Man kann sich manche Dinge nicht einfach wegwünschen, sondern wir Menschen müssen lernen, damit umzugehen – sei es die Pandemie, seien es die vermeintlichen Gräben. Wobei es für mich lächerlich ist, dass sich deswegen Gräben auftun. Da würde ich mir wünschen, dass die Menschen mehr Vertrauen ineinander…

60.

Veröffentlicht in 8. November 2021

Es ist ein paar Jahre her. Ein paar viele sogar. Denke irgendwo in den 80er. Verdamp lang her (BAP 1981 veröffentlicht). Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich mich gedanklich ins Jahr 2021 begebe. WOW. Im Jahre 2021 wirst du 60 Jahre werden. Wenn nicht vorher etwas unvorgesehenes passieren sollte. Woran man nicht denkt. Und ist nicht – wie ich jetzt dankbar erleben darf. 2021. Unvorstellbar weit weg. Es sind nicht die Fragen nach dem Leben in 2021. Nicht der Weg dahin. Nicht wie schnell etwas vergeht und/oder auch nicht. Einfach Fakt. Da bist du sechzig. Aber das ist ja noch lange hin. Mach dir keinen Kopf.
November 2021. Meine Lebensgeschichte schreibt sich weiter. Wurde nicht gebrochen. Der Gedankensprung von vor Jahren ist Wahrheit. Und ich freue mich drauf Tag für Tag und nehme dankbar an. Next Step im Leben. Irgendwie schon. Kein Großer – nur eine Zahl die sich ändert. Klingt so anders. Höher. Die hohen und kleinen Hürden sind gemeistert. Während die neuen Herausforderungen am entstehen sind. Unvorsehbar – was gut ist und mir entspricht. Ist so, sagen Menschen die mich kennen. Ist so – mein Credo. Ich bin schwer zu planen. Wenn überhaupt planbar. Irgendwann früher habe ich gesagt, dass das Nächtigen mit einem Zeltdach über dem Kopf Geschichte ist. Heute schlafe ich lieber unter freiem Himmel. Leider viel zu wenig. Das war nicht die Idee dieses Ur-Plans. Das wurde. Darauf vertraue ich. Gestärkt durch Menschen. Begleitet durch meinen mir eigenen Glauben. Ein Geschenk.
Achja das Leben. Irgendwie schon was besonderes. Schon immer. Für immer. Sechzig. Als Münchner Löwe möglicherweise ein Traumtag. Als Weiss-Roter wären das noch stolze weitere dreiunddreißig Jahre. Lange Zeit. Vorstellbar? Keine Gedanken daran verschwenden. Annehmen wie ein Geschenk.
Heute noch neunundfünfzig. Morgen kommt. Und wird.

»Ich weiß, dass ich ein Glück erlangt habe, das ich nicht verdiene, und das ich mit nichts in der Welt vertauschen möchte.«
Schlusssatz von Goethes »Wilhelm Meister«