Beiträge von Achim Seiter

Schönere Welt

Veröffentlicht in 3. Februar 2024

»Heute Morgen, am 17. Juni 2048, hat der Bundespräsident den Heldenmarkt auf dem Berliner Messegelände feierlich eröffnet. Der Heldenmarkt hat das deutsche und europäische Sozialunternehmertum nachhaltig geprägt und feierte dieses Jahr bereits seinen 37-jähriges Bestehen. Wie jedes Jahr fand der Heldenmarkt direkt im Anschluss an die IFM statt.« Lena fuhr dazwischen: »Was ist die IFM?« »Die IFM ist die internationale Fahrradmesse«, antwortete der Computer. »Okay. Weitere Nachrichten bitte.« Lena saß auf einem Lehnstuhl in ihrem Zimmer und blickte auf einen großen Bildschirm, der ihre Zimmerwand fast vollständig ausfüllt. Sie konnte mit dem eingebauten Computer per Stimmbefehl kommunizieren. Über den Computer hatte sie Zugriff auf die so genannte Central Knowledge Base, eine umfassende globale Datenbank, in der das gesammelte Wissen der Menschheit eingespeist war. Gerade…

I have a dream

Veröffentlicht in 2. Februar 2024

Ich habe einen Traum Aktuell gehen sehr viele Menschen auf die Straße. Vermutlich hat auch eine Rednerin, ein Redner diese Worte wiederholt. Diesen: Ich habe einen Traum. Es treibt mich aktuell sehr um. Umgang. Der Umgang. Wie gehen wir miteinander um?Wird miteinander weniger? Der Ton rauer.Was muss geschehen, dass wir miteinander und gemeinsam eine neue Stärke finden? NEIN.Versteht mich richtig.Ich bin Optimist.Mein Glas ist halbvoll.Aber haben wir – wir als wir alle – noch die Fähigkeit die Stimme dieser Erde zu hören? Die Stimme des Menschen. Übertönt mein eigenes ICH dieses Rufen der Erde? Übertönt mein eigenes ICH dieses Rufen der Menschen? Ich war vor ein paar Jahren in Auschwitz. Letzten Sommer in Flossenbürg. Sogenannte Konzentrationslager. Orte der Vernichtung. Der Zerstörung. Menschenfeindlich. Mensch sortiert…

Gebet 2024

Veröffentlicht in 1. Januar 2024

WOW2024.Neue Minute. Stunde.Neuer Tag. Monat.Neues Jahr. Bisher getragen – mit so vielem.Manche mit allemManche vielleicht nur mit dem Notwendigsten.Manche mit weniger.Mit nichts.Zu schwach, zu enttäuscht… Und doch:Getragen sein – selbst wenn ich/wir es nicht erkennen können. Dafür ein dickes fettes großartiges DANKE.Ich verstehe, dass dieses DANKE in unterschiedlichen Lautstärke erfolgt.Hell. Klar. Freudig.Vielleicht nur ein paar Murmeln.Vielleicht nur ein Zucken der Lippen.Vielleicht nicht einmal das. Wenn et Bedde sich lohne däät, wat meinste wohl, Wat ich dann bedde däät.Wenn das Beten sich lohnen würde, was meinst du wohl, was ich dann beten würde.Ohne Prioritäten, einfach so, wie es käm’, fing’ ich an, nicht bei Adam und nicht bei Unendlich, trotzdem: Jede, Jeder und jedes käme dran. Für all das, wo der Wurm drin, für all…

fährt nicht.

Veröffentlicht in 9. Dezember 2023

Natürlich war ich »narred«. Schwäbisches Wort für wütend. Nein wütend war ich nicht. A bissle vielleicht. Eher – wenn es anderes kommt als geplant. Was das Planen, menschliches Planen grundsätzlich in Frage stellt. Wenigsten in der Perfektion der eigenen Erwartung und Vorstellungen. Auch in der Erwartung anderer. Und meistens klappt es ja auch. Dann ist es selbstverständlich und ich denke und danke nicht. Das »e« und das »a«. Es ist mein Werk. Meine Idee. Planen heisst doch auch hoffen und vertrauen können auf diese Dinge, die ich eben nicht beeinflussen kann. Vertrauen auf die, das, der Andere. Mensch, Technik, Natur. Vertrauen auf das Gewohnte. Das Normal. Hoffen auf Struktur. Eine, die ich grundsätzlich nicht so mag – bin eher so freestyle – die mich…

9.11.

Veröffentlicht in 8. November 2023

Kurz vor neunter November. Wieder mal Geburtstag. Jahrestag. Ich kann nichts für. Ein besonderer Tag. Ein Tag der verändert. Mich. Die Welt. Schon immer gewesen. Und bleibt. Für mich endlich. Die Welt unendlich. Unendliche Erinnerung an einen Tiefpunkt menschlichen Wirkens. Nie wieder ist jetzt. Ich bin kein Freund von Kerzenkreisen. Wenn es bei einem Gedenkanlass wieder mal soweit ist, bin ich raus. Wieviele Kerzen unserer Betroffenheit wollen wir noch anzünden?Ich bin kein Historiker. Ich bin kein Soziologe. Sich selber zu beschreiben ist schwierig – möglicherweise trifft »wohlmeinend«. Ich ein wohlmeinender Mensch. Ja, das könnte es sein.Ich persönlich vertrete eine Politik der Gewaltlosigkeit, wohl wissend, dass sie unmöglich als absolutes Prinzip funktionieren kann, das bei jeder Gelegenheit anzuwenden ist.Ich hoffe und glaube an die Zukunft…

WHO

Veröffentlicht in 30. Juli 2023

Es ist mir passiert. Noch heute hallt mein Wort von meinem rechten zum linken Ohr. Quer durch den Kopf. Vom großen Zeh bis zum Ohrläppchen und noch ein Stückchen höher hinauf.Und ich mache mir Gedanken, was Menschen wohl denken. Ja okay. Viele Menschen überhören es. Es geht in der Millionen Ansammlung meiner Worte und geredeten Buchstaben unter, wie die einzelne Fliege, die an sommerlichen Abenden um die Straßenlaterne kreist. Apropos Fliege: Warum auch immer, was erwartet sie dort? Wird ihr nicht schwindelig? Und überhaupt, was ist das für ein Leben. Sich immer im Kreis zu drehen.Bewerte Dinge, die mir nicht zustehen. Was kümmert es die Fliege…Einige Menschen haben mein Wort möglicherweise verstanden oder wie ich es gemeint habe – also falsch. Denken sich vermutlich…

Jakob

Veröffentlicht in 30. April 2023

Backnang CityTriathlon | Morgengedanken Losungen sind ein Weg, Gottes Wort in unseren Alltag kommen zu lassen. Sie können ein erster Schritt sein, die Bibel in ihrer ganzen Breite und Tiefe kennen zu lernen.Die heutige Losung: Jakob erwachte aus dem Schlaf und rief: »Wahrhaftig, der HERR ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht!« Jakob hat scheisse gebaut. Sich etwas ergaunert.Vielleicht vergleichbar mit dem Doping-Befund des Profi-Triathleten Collin Chartier.Das in diesen Tagen für große Empörung in unserer geliebten Sportart sorgt. Mit Recht. Auf die Frage von Jack Kelly (Podcast: How They train), warum er dopte, folgten zunächst die schon üblichen Argumentation und dann »Ich wollte die Besten in diesem Sport schlagen«. Die Triathlonwelt ist schockiert und enttäuscht. Lionel Sanders: »Wenn es nur ums Gewinnen…

wattenmeerweit

Veröffentlicht in 15. April 2023

Wenn zwei Menschen im selben Augenblick das selbe sagen. Den selben Gedanken haben. Menschen nennen es Gedankenübertragung. So eine Art Bluetooth zwischen menschlichen Gehirnen. Unfreiwillig. Nicht geplant und dadurch noch viel schöner. Meist löst es ein Lächeln aus. Ein erstaunt sein. Eine kleine Quelle der Gemeinsamkeit. Gerne genommen und gern erlebt. Gerne spiele ich »wordl«. Nicht jeden Tag. Manchmal vergesse ich es. Keine Ahnung, ob ich mit diesem Spiel einem Trend hinterherhinke. Vielleicht bin ich der Letzte seiner Art. Dann ist das so. Meine Taktik: Ich beginne meinst mit OELIG. Selten mit SAUER. Möglichst viele Vokale abdecken. Kurze Erklärung: In sechs Versuchen ein Wort mit fünf Buchstaben zu erraten. Die richtigen Buchstaben und die richtigen Buchstaben an richtiger Position sind farblich markiert. Ich spiele…

Nah beieinander

Veröffentlicht in 7. April 2023

Es wurde gebruddelt. Aufgesprungen. Von den Sitzen und innerlich. Am Ende der Pfiff eines unterhaltsamen Fußballspiels.Fautenhau.Zwischen Großaspach und Allmersbach gelegen. Am Weinberg wohlgemerkt. Paar Kilometer entfernt gibt es einen gleichnamigen Ort. Dort im Tal. Keine Ahnung wieviele Menschen in der Vor-Navigations-Zeit im falschen Ort eine nicht vorhandene Straße gesucht haben. In einem anderen Ort mit gleichem Straßennamen und Hausnummer ein anderer Name auf dem Klingelschild steht. Mindestens einen Fall kenne ich, der heute noch in mir ein Schmunzeln auslöst. Vielleicht habe ich es an anderer Stelle schon geschrieben. Ich mag es sehr Fußball anzuschauen. Live. Eher unterklassig. Wie das Spiel läuft und endet, macht das nichts aus mir. Dass ein Spiel mit mir wenig macht – kein gutes Zeichen des modernen Fußballs aufgefüllt mit…

Die kleine Fender

Veröffentlicht in 28. März 2023

Es ist schon ein paar Tage her. Monate. Jahre. Wir waren mit einer Gruppe von Kindern unterwegs zu einer Winterfreizeit. Kitzbühel. Um die 30 Kinder. Einen Bus voll. Mit Menschen. Mit Gepäck. Was man halt so braucht. Und beim Skifahren noch etwas mehr. Und natürlich das Abendprogramm.Gerne im Kreis sitzen. Lieder singen. Spiele spielen. Eine gute Zeit zusammen haben.Aus diesem Grunde habe ich das Spiel der Gitarre gelernt. Kein Krösus. Kein Virtuose. Aber Lieder begleiten geht. Und dass mit drei Griffen vieles möglich ist, ist eine Legende. Und/oder es werden Kinderlieder zu kompliziert komponiert. Im Zweifelsfall wird halt ein Griff – so nennt man das positionieren der Finger auf der Gitarre – weggelassen. Fällt meist nicht auf. Kommt selten vor. Zweiter Januar. Kurz vor…

vis-à-vis

Veröffentlicht in 30. Januar 2023

Die Zeit – was der Einsatz von Waffen, der Verkauf von Waffen aller Art angeht ist keine Gute. Außer für die Waffenlobby und Waffenindustrie. #fck.Meine Tageszeitung berichtet heute mit großer Schlagzeile auf Seite eins, dass es eine neue Rekordzahl an sogenannten »kleinen Waffenscheinen« gibt. Und, dass viele Menschen wohl verunsichert sind. Und, dass immer mehr wollen anscheinend in der Lage sein, sich notfalls selbst zu verteidigen. Und, dass sie sich deshalb eine Schreckschusswaffe o.ä. kaufen. GRMPFL. Mein früher Chef stand vor vielen Jahren im Treppenhaus des Bürotrakts vis-à-vis einem Psychopathen gegenüber. Auch dieser meinte eine Waffe ziehen zu müssen. Angriff. Wie im Kriminalfilm direkt gerichtet auf meinen Chef. Einfach so, weil diesem Menschen irgendwas nicht passte. Dass mein Chef der »Gegner« war, war reiner…