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Grüß Gott. Gott.

Veröffentlicht in 22. Oktober 2016

Kleine Einstimmung auf eine möglicherweise heitere Podiumsdiskussion über Gott und Lachen und Humor oder auch nicht. Paar Tage alt – aber aktueller den je. Schließlich will ich für meinen Teil nicht, dass „mein Planet“ beim nächsten Sperrmüll rausgestellt wird. Und will auch kein weiteres Weihnachtsalbum von der Fischer.

Großartig. Großer Gott – wir loben dich.

Ein Fisch namens Großkreutz

Veröffentlicht in 13. Oktober 2016

Ein Orkan. Die Zuschauer geben alles. Die Augen leuchten. Es wird geschrieen, geklatscht, ein Lärm, als ob ein Tor gefallen sei. Was ist passiert? Kevin Großkreutz wird in der 75. Minute beim Stand von 1:1 gegen Heidenheim eingewechselt. Die Zuschauern feiern ihn, als ob er schon 111 Spiele für den VfB entschieden hat. Aber er hat bis dahin noch kein Tor geschossen, gerade einmal zehn Spiele für den VfB absolviert. Großkreutz ist ein Phänomen. Normalerweise werden Spieler dafür geliebt, weil sie mit dem Ball Sachen anstellen können, die einzigartig sind, weil sie besonders gut passen, verteidigen oder Tore schießen können. Großkreutz kann nichts besonders gut. Wahrscheinlich ist es gerade das, was wir an ihm mögen. Denn wir erkennen uns in ihm wieder. Er ist…

2443

Veröffentlicht in 25. September 2016

Der sieht mich mit dem Arsch nicht an. August 2016. 30 Grad. Tiefblauer Himmel. Montafon. Österreich. Mit dem Salsa Beargrease – einem Fat-Bike – unterwegs. Bis weit nach oben. Für ganz fehlt es an Wegen. Und Bike schultern. Naja. Muss nicht sein wenn vermeidbar. Am Ende – des für mich fahrbaren – Weges. Die Wiesbadener Hütte. Auf 2443 Meter Höhe. Bin jetzt kein Mensch mit großer Hüttenerfahrung. Eher keine. Hat sich bisher nicht ergeben. Kann noch. Mein Salsa nach oben gebracht in einer Mixtur zwischen hartem aber rhythmischen Tretens. Und Schieben (nicht so filigran). War ok. Keine Tortur. Ist ja auch Kopfsache. Und da war ich gut. Oben ankommen hat was. So eine Grundzufriedenheit mit der Gesamtsituation. Bißchen Pause, dort wo die Welt noch in…

Möglicherweise

Veröffentlicht in 6. August 2016

Es ist ein paar Tage her. Viele Tage. Besser Jahre. Viele Jahre. Möglicherweise 37 oder 38 Jahre her. Leute wie die Zeit vergeht.  Sitze mal wieder im Zug von Zürich nach Lugano. Ich reise gerne mit dem Zug. Lieber Schiene als Strasse. Es ist eine Frage der Zeit. Schiene ist Mehrzeit. Auch wenn du länger brauchst. Gedankenlos aus dem Fenster schauen. Ok. Es gibt Reisen die sind weniger prickelnd. Menschen können nerven. Im Auto hast du deine Ruhe. Ein Aspekt. Gut sind akzeptable Verbindungen. Weniger gut sind zig Umstiege. Und anschließende Endlos-Fahrten mit Vorort-Bussen. Damals alternativlos. Hatte noch keinen Führerschein. Kleiner 18. Möglicherweise hätte ich sonst eher den Drang zur Autofahrt gehabt.  Heute mal wieder über die Alpen ins Tessin. Oder ist korrekter unten…

Schlimm?

Veröffentlicht in 6. August 2016

Es geht nicht darum warum sich Menschen umbringen. Da gibt es sicherlich Gründe. Wenn auch schwer begreiflich. Schlimm wenn die Verzweiflung groß. Schlimm wenn die/eine Krankheit dich kaputt macht. Schlimm wenn es der einzigste Ausweg zu sein scheint. Schlimm – aber man (klingt so unpersönlich) muss es Wohl oder Übel akzeptieren. Mir kommt das Buch von Ronald Reng über Robert Enke in den Sinn. Keine Gute-Nacht-Lektüre. Kein Happy End.  Warum? Ist nicht die Frage. Das Wie?  Heute in aller Herrgottsfrühe war es mal wieder soweit. Schienensuizid. Die Schienenwelt steht still. 2 Stunden. Keine Information durch die Zugbegleiter. »Vor 7 Uhr machen wir das nicht. Vorschrift. Die Reisenden sollen in ihrer Nachtruhe nicht gestört werden.« Na denn. Ich stell mit vor… Nee lieber doch nicht.…

Rennrad

Veröffentlicht in 20. Juli 2016

Leicht beschwingter Sommersong von DOTA. Und wie schriebe DIE ZEIT einst im Märzen: »Dota vertont Konsumkritik und Sehnsüchte so poetisch wie kaum jemand im deutschsprachigen Musikgeschäft, so zärtlich, witzig und gesellschaftskritisch erzählt, wie es Tucholsky für die Zwanziger tat.« Na denn…