Beiträge aus der Kategorie “QuerBeet

Einer namens Mondschein.

Veröffentlicht in 4. August 2025

Es regnet. Und es ist Montag. Wie Tropfen, die zitternde Kreise in ’ne Pfütze zeichnen, tanze ich zwischen Fußball-Vorfreude und Fußball-Sommerschlaf.Das passt. Denn was da gerade im deutschen Fußball passiert, ist ein Pfützentheater ganz eigener Art: heiß verhandelt, kalt erwischt, jetzt Stimmung wie Nieselregen auf nassem Kunstrasen.Ein Spieler – nennen wir ihn Mondschein – verhandelt mit einem neuen Klub. Im Hintergrund. Ohne offizielle Freigabe. Ein kleiner Satz fehlt: „Der aktuelle Verein hat zugestimmt.«Hat er aber nicht. Dafür wurde schon alles andere geregelt. Geld, Laufzeit, Perspektive. Alles unter der Decke – bis sie verrutscht. Und dann?Dann ist die Empörung groß.Die Stimmung: mies.Der Spieler: wortkarg.Der Verein: verärgert.Die Presse: hungrig.Und der Fan? Weiß auch nicht so recht, ob er sauer sein darf – oder einfach nur müde.…

Dropbox, goodbye.

Veröffentlicht in 31. Juli 2025

Hallo Achim Seiter,wir wünschen Ihnen weiterhin viel Spaß mit Dropbox Plus. Mit dieser E-Mail möchten wir Sie kurz darauf hinweisen, dass Ihr Abo am 22. August 2025 automatisch verlängert wird. Ein Abschied in mehreren Gedanken. Ich habe meine Dropbox gekündigt.Nicht spontan. Nicht wütend. Die Dropbox hat mir »den Arsch gerettet«, als alles weg war. Eher leise, aber entschieden.Nicht weil ich alles ablehne, was aus Übersee kommt. Ganz im Gegenteil. Ich nutze viele Tools, die dort entwickelt wurden. Ich schätze die Offenheit, den Erfindergeist, die Haltung vieler Projekte. Und ich werde sie auch weiterhin nutzen – aber mit einem wacheren Blick. Weil ich irgendwann gemerkt habe, dass mir nicht mehr wohl ist mit dem Gedanken, dass meine Texte, Ideen, Fotos – mein digitales Ich –…

Von der Dummheit und dem Sammeln

Veröffentlicht in 1. Juli 2025

Es mag sein, dass ich was dünnhäutiger geworden bin. Vielleicht, dass mir nicht mehr alles egal ist. Ist meine eigene Erklärung. Für mich, klingt positiver. Möglicherweise wirke ich belehrend, obwohl mir das Schulmeistersein fremd ist. Ich wäre ein schlechter Lehrer, ein noch schlechterer Trainer. Anweisungen geben fällt mir schwer. Träume von Einsicht und -en. Oft möchte ich einfach meine Ruhe. Ich sitze vor dem Hotel. Trinke einen Cappuccino. Genieße Ruhe und die sommerliche Morgenkühle. Ein kräftiger Wind lässt die Blätter und Zweige tanzen. Eine Hotelgast schreitet in Gedanken und mit Blick aufs Handy voran. Er navigiert vom Frühstücksraum auf die Terrasse, kommt mir in den Sinn. So muss es wohl sein. Kann sich nicht entscheiden, welchen der vielen freien Plätze er nutzen möchte. Diese…

Die Gegend mehr als ok

Veröffentlicht in 21. Juni 2025

Oberammergau x Durach (111k) Und am Ende der Fahrt: Sonnenbrand auf dem Fußrücken. Habe mir mal angewöhnt – nicht immer – mit Schlappen zu fahren. Also wenn BikePacking unterwegs. Ich möchte mich ja von den Durchgestylten etwas abheben. Kariertes Hemd wie die Holzfäller (heute nicht – sonst immer dabei), definitiv keine Radlerhose. Ich mag mich in denselben nicht sehen. Wo Mode endet, fängt sie an. Heute viel Strecke nur in Radlerhose gefahren. Es war geil. Ich sollte mein Verhalten überdenken. Zur Abkühlung bin ich in zwei Seen gehüpft. Zu faul meine Badeshort rauszukramen, zu feige wie Gott mich schuf. Einer hat es gewagt. Ich sah ihn von hinten. Mehr nicht. Habe es auch nicht darauf angelegt. Im Fahrtwind trocknet dann die Radhose, so meine…

Rosen der Liebe

Veröffentlicht in 20. Juni 2025

Ich sitze wieder auf dem Rad. Gepäck dabei. Handtuch und Seife. Lass am Abend gerne den Tag passieren. So als Erinnerung. Für mich. Ich werde in 15 bis 20 Jahren hoffentlich (Wo werden die Jahre gewesen sein?) auf meinem Sofa gesessen haben und mich an diesen Aufschrieben erfreut haben. #lovefutur2 Während der Tour keine großen Gedanken, die des erwähnt-werdens gerecht werden. Viele andere. Lenkt mich ab und verkürzt die Zeit. München gut verlassen. Zug pünktlich. An der Isar die Floße mit Stimmung und Sonnenbrand an Bord. Strecke gut. Rückenwind. Den letzten Anstieg nach Oberammergau gut gemeistert. Kloster Ettal beeindruckend.Einzig vielleicht der Cappuccino am Stuttgarter Hauptbahnhof. Heute früh. Der Start in die Reise. Teuer, lecker mit schönem An- und Ausblick. Kleine extra Runde durch Oberammergau.…

Riechen. Sehen. Singen.

Veröffentlicht in 19. Juni 2025

Ich sitze mit Freunden in gemütlicher Runde. Ein erster schöner Sommerabend. Lange ist es angenehm auf der Terrasse zu sitzen. Mit Weitblick. Nicht nur für die Augen. Schön ist es bei uns. Gespräch, Getränke und Essen genießen. Zuhören. Reden. Lachen. Das Besondere und doch nicht – wir machen das jeden Mittwoch. Morgen ist Feiertag. Weshalb, so unsere Vermutung, die Menschen länger sitzen. Länger genießen als vielleicht an anderen Tagen. Morgen ist frei. »Was ist eigentlich Fronleichnam?« Die Frage steht plötzlich im Raum, wie ein angetrunkenes Weinglas. Zugegebenermaßen ein seltsamer Name. Schnell kommt »Happy Kadaver«. Ich mag diese Bezeichnung nicht, zu wenig Geschmack. Leicht verabschiede ich mich aus der Diskussion mit der Begründung, dass ich nicht katholischen Glaubens bin. Ich mache es mir einfach. Meine…

schielen

Veröffentlicht in 18. Mai 2025

Morgenandacht mz3athlon 2025 Ich gebe euch einen kleinen Einblick in mein Seelenleben. Was eher selten vorkommt. Von den meisten Menschen möchte ich nicht, dass sie wissen wie ich ticke. Das hat nichts mit Arroganz und Menschenunfreundlichkeit zu tun. Alleine nicht durchschaubar zu sein. Es bringt überraschende Facetten – auch bei meinen Gegenübern. Und Stempel Depp:in und was ein Trottel fällt dann etwas schwerer. Ich habe eine neue Brille. Meine Augen und ich. Eine eigene Geschichte. Und die Mär von den Gelben Rüben, den Möhren – VERGESSE ICH EUCH NIEMALS.Neue Brille. Maximal nervös bei der Abholung. Möglicherweise ähnlich deinem seelische Zustand vor dem Wettkampf. Habt ihr schon mal geschielt? Also Kraft dafür aufgewendet gut zu sehen? Bei Müdigkeit mit einem Auge unterwegs zu sein? Alles…

Lanz

Veröffentlicht in 14. Mai 2025

Ja. Möglicherweise habe ich Vorurteile. Dazu stehe ich. Karlsruhe. Bahnhof. 21:15 Uhr. Heute ist Mittwoch. Ich bin auf dem Heimweg. Der Zug nach Stuttgart öffnet seine Türen. Ich bringe noch kurz meine Bäckertüte weg. Die Laugenware unterdurchschnittlich. Soll schwer sein die richtige Mischung zu erwischen. Die meisten Brezeln taugen zu nichts.Kurze Zeit vorher: Ein Mann, vorher schon schnaufend, versucht via Druckknopf die Türe des Zuges zu öffnen. Kein Druck. Kein Licht. Der Zug ist noch nicht bereit. Das kann man verstehen und nachvollziehen. Die Abfahrt ist nach noch hin. Gut, legere gekleidet. Wie so Menschen vom Typ Manager unterwegs sind. Ich nenne ihn Müller. Was wiederum nichts über die Müllers aussagen soll. Bunte Socken. Jeans. Weißes Hemd. Aufgeknöpft. Die Ärmel zweimal eingeschlagen. Auf seinem…

Underberg

Veröffentlicht in 6. Mai 2025

Ich muss jetzt erst einmal schlucken. In meiner Online-Tageszeitung ploppt eine Werbung von Underberg auf. Vier Männer mittleren Alters. Erfolgreich in der Musik unterwegs. Mit fantastischen Liedern. Die da, die ich mag. Die »4« werben dort für: Underberg. Genau: das Getränk, das seit meiner frühen Jugend mit dem fröhlichen Ohrwurm »Komm doch mit auf den Underberg …« signalisiert… was eigentlich? Über den Berg zu kommen? Über welchen? Oder was? Ich trinke seit über einem Jahr, normalerweise, keinen Alkohol. Es gibt eine Ausnahme und die bleibt. Mit dem ohne, fühle ich mich weder besser noch gesünder. Ich mache es halt. Punkt. Den Seiter kriegen wir. Bin mal gespannt welche Alkoholiken mich in naher Zukunft verführen wollen. Meine Geschichte mit Underberg ist eine Kurze. Wer meint…

In Ordnung

Veröffentlicht in 27. April 2025

Morgenandacht Citytriathlon Backnang Ich schaue zu häufig auf mein Handy. WhatsApp. Nachrichten aus der ganzen Welt.Ich war gefühlt einer der Ersten der am Ostermontag wusste, dass der Papst gestorben ist. Ich lese, Ich liebe das Leben.Ich liebe den morgendlichen KaffeeDas mürbe Hörnchen mit der verbleibenden Schicht Butter am Gaumen.Zu mir gehört das Unnütze – wie das Nützliche.Bei Regenwetter mag ich nicht Laufen.Ich mag, an freien Samstagen bei unbedeutenden Fußballspielen mitfiebern.Ich beginne ein Buch zu lesen und brauche Wochen dafür.Ich freue mich wenn ich in STRAVA was hochladen kann – als Antrieb.Ja und schwimmen geht auch bald wieder los, in den Freibädern, Seen und Flüssen. Vielleicht erkennst sich die eine oder der andere von euch in diesen Zeilen. Ist nichts spektakuläres dabei. Nichts neues. Das…

Rovinj

Veröffentlicht in 21. April 2025

Tag 5 Blick aus dem Fenster meines Zimmers. Postkartenmotiv. Mehr kannst du nicht erwarten. Das Hotel Delfin ist klassisch. Ältere Menschen checken hier ein und schenken als Dankeschön für eine gute Zeit oder weil man es so macht, After Eight. Ich traue meinen Augen nicht. Ist After Eight im freien Handel noch erhältlich? Oder werden bestehende Restbestände einfach weitergereicht? Dies Geschenk, besser Aufmerksamkeit ist international noch nicht aus der Mode gekommen. Ich habe es schon lange nicht mehr wahrgenommen. Die Augen der älteren Dame bei der Übergabe drückt das Ich-hab-Ihnen-hier-was-schönes aus. Mehr braucht es nicht an Erklärung, wie es in dem Hotel war. Würde mich aber jederzeit wieder dort einloggen. Meilenweit fahre ich durch Tourismusgebiete. Kroatien ist Küste. Dahinter wenig sagt mir jemand. Das…

ankommen

Veröffentlicht in 19. April 2025

Angekommen. TAG 6 Ich meine, so richtig. Da war ich schon gestern Abend. Ich mache mir seit Monaten Gedanken. Die Einladung steht. Geburtstagsfeier an einem Ort, der einem Freund viel bedeutet. Ein Abendessen mit Freunden. Eigentlich eine großartige Idee, wenn da nicht der Aufwand wäre. Ein Aufwand, der unterschiedlich wahrgenommen wird. Machbar oder nicht machbar. Es geht nicht um Interesse. Die Machbarkeit. Beides ist möglich, Jede und Jeder auf seine, ihre Weise. Ambivalent wird mir gesagt. Sprich es sieht man mir wohl nicht an, ob ich mich darauf freue oder eben nicht. Stimmt, antworte ich. Zu viele Fragen offen, was ich null mag. Zu viele Dinge zu tun, die keinen Aufschub dulden und alles irgendwie hinbekommen. Das ist die Aufgabe. Das quält. Mehr noch…