»Diese Weiber … « – ein Satz, der hängen bleibt. Bruno Morawitz, der Fernsehkommentator aus einer anderen Zeit, hat ihn gerufen, als zwei Frauen ins Bild liefen – in eine Loipe, die nicht für sie gedacht war. Ein kleiner Moment, ein großes Wort. Als wäre da eine Grenze gewesen. Als wäre da ein Vergehen gewesen. Weiber. Ein Wort wie ein Schnipsen. Kurz, hart, abgetan. Und ich höre es wieder. Nicht im Fernsehen, sondern neben mir. Im Freundeskreis. Im Gespräch. Im Lachen. Weiber … Ich widerspreche nicht immer. Um des Friedens willen. Und doch ist da kein Frieden. Es arbeitet in mir, leise, aber beharrlich, wie ein Riss, der nicht laut ist, aber spürbar. Immer wieder. Weil ich merke, dass ein Wort reicht, um Menschen ein…
