Aschermittwoch war. Für die einen ist dann alles zu Ende. Für die anderen beginnt die Passionszeit. Die erinnert uns daran, dass Leid und Tod Teil des Lebens sind, aber nicht das Ende bedeuten. Sie lädt dazu ein, den eigenen Glauben zu vertiefen und auf die Auferstehungshoffnung zu vertrauen. Ein auferstehen jede jeder aus seinem eigenen Schlammassel, eigener Trauer, Leiden. Was immer es sein mag.

Dies wird gerne mit Fasten unterstrichen. Ich? Zucker? Habe ich mit vor zwei Jahren abgewöhnt (zumindest in Tee und Kaffee) Alkohol? Die Wiederaufnahme des geordneten Trinkens verzögert sich. Mit alkoholfrei bin ich fein. Ausmisten? Mache ich sowieso, sollte noch etwas mehr tun. Süßigkeiten? Zu einfach, esse zu wenig als dass das ein richtiges Fasten wäre. Mehr Schein als sein ist ja nicht die Idee dahinter. Cola-Verzicht? Hatte ich schon mal, bin dann wieder zurückgefallen in alte Muster des Genusses.
Zwei Sachen habe ich mir auserkoren. Mehr dazu irgendwann. Bis dahin werde ich Glück tanken. Kleinigkeiten entdecken und versuchen hin und wieder ein paar Gedanken darüber zu verlieren.
OK. Das klingt so nach naja. Sich an Kleinigkeiten freuen. Atmen. Bewußter Leben. Ist ja der Passionszeit ja dazu sich Gedanken zu machen.
Ich will für mich in dem ganzen aktuellen politisch und vermeintlich wirtschaftlichen Strudel den Kopf oberhalb der Wasserkante lassen. Also doch Atmen können? Ne, klaren Kopf für mein Ding. Zu sauer aufgestoßen, was in den letzten Wochen von Menschen (Politiker:innen) gesagt und getan wurde. Nicht gesagt und nicht getan wurde. Oder nicht gesagt und doch getan wird. Wie um die Wählerstimmen gerungen wurde und die Wähler:innen sich täuschen ließen. Und? Zufrieden?. Endlich vorbei. Das Volk verdient die Regierung die sie verdient, sagte einst ein kluger Mensch. Vielleicht haben wir nichts besseres verdient mag sein. Vielleicht bin ich auch naiv bzgl. der großen weiten Welt und Ahnung habe ich eh keine. Vielleicht lass ich mich aufstacheln und bewerte und interpretiere falsch. Mag alles sein. Vielleicht lese und beachte ich nur was ich lesen will. Was mir also in den Kram passt. Vielleicht schiebe ich den Regler zwischen unsympathisch und sympathisch falsch, was ja wiederum allzu menschlich ist. Keine Ahnung.
Ach eines noch. Natürlich wünsche ich den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft ein gutes Händchen bei den Gesprächen und Gottes Segen.
Wünsche fröhliches Fasten und Ramadan Mubarak.
