Morgengedanken am Bottwartal-Marathon-Sonntag

Die Kirche und ihre Besucher*innen haben heute frei. Viele helfen hier und an anderer Stelle oder genießen den Sonntagmorgen. Ein dreizehnter. Im Radsport wird diese Startnummer traditionsgemäß falsch rum getragen.

Unsere 13 ist heute die Anne H. aus Reutlingen. Viel Glück und Gottes Segen bei deinem Marathonlauf.

Im Losungstext vom heutigen Sonntag dem 13., spricht Josef zu seinen Brüdern. 

Ich habe mal geschaut. Es sind heute keine Josefs am Start, keine Josephas und kein Yusup. Aber eine Josefine. Dir viel Gück und Gottes Segen.

Wie viel Geschwister am Start sind – schwer zu filtern.

Die Brüder von Josef verkaufen Josef an Sklavenhändler. Ist in etwa so, wie wenn dir jemand kurz vor dem Start in der Umkleidekabine deine Laufschuhe klaut. Learning: Meidet Umkleidekabinen oder macht einen Tag dran, dass wisst ihr wenigsten wo sie laufen. Wohin war übrigens Josefs Brüdern scheissegal.

Die Sklavenhändler deportieren Josef in ein fremdes Land (großes Thema), dort wird er von einem reichen Mann gekauft und später zu Unrecht (ganz sensibles Thema, gerne mal in der Bibel nachlesen oder googeln) ins Gefängnis geworfen (stelle mir das bildlich vor … SCHWUPP DI WUPP MIT SCHWUNG) geworfen … sagt man halt so.

Josef muss dort für ein paar Jahre (13 Jahre an der Zahl… der wievielte ist heute? … ein OMEN) ausharren und hilft währenddessen Mitgefangenen. Durch die Deutung eines Traumes wird Josef oberster Regierungsbeamter (so einfach ist Politiker*innen werden heute nicht mehr) und kann in dieser Postion das ganze Land aus einer Hungersnot retten. WOW.

Als auch seine Brüder vom Hunger betroffen, kommen sie zu ihm – zunächst ohne ihn zu erkennen. 

Josef steht vor den Menschen, die sein Leben zerstört haben. Fetzig oder?

Wenn euch beim Lauf langweilig ist, denkt diese Geschichte mal weiter – wie sie für dich enden könnte. Was deine Reaktion wäre?

Das Finale ist furios, spannender als der Tatort heute Abend, wo in Minute 88 die Mörderin dingfest gemacht wird, die Schauspieler-Kommissare entspannt in den Feierabend gehen und wir auf den Montag warten.

Ein paar Minuten bis zum Start. Gott sagt: »Du krönst das Jahr mit deinem Gut.«

DU und DEIN.

DU und DEIN.

Auf einmal überkommt mich diese Energie, dass es SO SCHÖN ist zu leben und diese DANKBARKEIT, dass ich fast losheulen muss.

Und ich stelle mir vor, dass DU GOTT – diesen Moment für mich (DEIN) geschaffen hast.

Dieser Moment, von DIR, nur für mich.

Das ist so abgefahren und so nett von DIR und bedeutet mir so viel. 

DANKE,

Vielleicht denkt sich Josefs: Manchmal ist es wirklich schön zu leben. Und was denkst DU?

Viel Glück & Gottes Segen