9. April 1945
Der Theologe Dietrich Bonhoeffer, gerade mal 39 Jahre alt, wird im KZ Flossenbürg von den Nazis ermordet. Der Lagerarzt von Flossenbürg war Zeuge dieses Geschehens. Er schreibt:
»Durch die halbgeöffnete Tür eines Zimmers im Barackenbau sah ich vor Ablegung der Häftlingskleidung Pastor Bonhoeffer in innigem Gebet mit seinem Herrgott knien. Die hingebungsvolle und erhörungsgewisse Art des Gebetes dieses außerordentlich sympathischen Mannes hat mich auf das Tiefste erschüttert. Auch an der Richtstätte selbst verrichtete er noch ein kurzes Gebet und bestieg dann mutig und gefasst die Treppe zum Galgen. Ich habe in meiner fast 50jährigen ärztlichen Tätigkeit kaum je einen Mann so gottergeben sterben sehen.«
Bonhoeffer, ein eher konservativer Mann, gehörte keiner politischen Gruppe an. Er war Mensch.
»Wenn man in einen falschen Zug einsteigt, nützt es nichts, wenn man im Gang entgegen der Fahrtrichtung läuft.«
Bonhoeffer hinterlässt unfassbar gute Texte.

Buch-/Lesetipp: Dietrich Bonhoeffer: Finde deinen eigenen Weg