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Montag danach. Nach einem regenreichen Wochenende scheint wieder die Sonne über dem Schwabenland. Die Kamine der Fabriken rauchen. Die Bäcker backen. Jeder geht seiner Arbeit nach. Selbst mein Freund Bichler, der seinen ersten montäglichen Arbeitstag im Jahr 2014 hat. Glückwunsch. Held der Arbeit. Die Welt dreht sich weiter – auch wenn die Weiß-Roten vom Neckarstrand mal wieder ein Fußballspiel verlieren. Die Sechste in Folge. Bitter genug. Bitte jetzt aber kein »es ist doch nur Fußball!« Ihr wisst was ich davon halte. Nichts.
Die Antwortsuchenden fragen weiter. Die Rufer wissen wie immer alles besser. Auch hier alles beim Alten. Die eine oder andere Durchhalteparole macht die Runde. Die Phrasenschweine sind gefüllt.
Zugegeben, nach einem 1:4 kannst du keine großen Töne spucken. Bitter genug.
Zugegeben, der Sieg der Hoffenheimer geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Bitter genug. Nach Fehlern fallen gerne Tore. Diese haben wir gemacht. Die Fehler. Nicht die Tore. Bitter genug.
Zugegeben, ganz so krass nass wie bei der legendären “Wasserschlacht von Frankfurt” am 3. Juli 1974 war der Platz in Sinsheim und Summe nicht, aber in vielen Teilen war der Übergang vom Rasen zum Moor fast perfekt. Für’n Kampf geeignet. Für’n gepflegten Fußball nicht. Soll nicht heißen, dass wir gerade in der Lage sind diesen zu spielen. Eher überhaupt nicht. Bitter genug.
Zugegeben, die Zukunft sieht nicht sehr rosig aus. Vieles probiert. Nichts gelingt anscheinend. Für Trainer Thomas Schneider zum verrückt werden. Was er nicht zugibt. Im Gegenteil. Gut so. Das macht Mut. Er ist unser letzter Schwabenpfeil im Köcher. Und es wird/könnte irgendwie gelingen. Nächsten Samstag auf ein Neues. »Kämpfen und siegen – niemals aufgeben.« werden wir singen. Und weiter hoffen auf ein gutes Ende. Bitter genug.
Apropos: Zum Schluss noch einen schönen Gruß an OZils@ozils. Der über Twitter die Frage stellt: »Wo kann man sein „Fan sein“ zurückgeben?« Lieber OZils. Wer nichts ist und wer nichts hat – kann auch nichts zurückgeben. Bist schon eine arme Sau.