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I’m here for…

Veröffentlicht in 31. Oktober 2013

Es wäre ein Traum. In New York eines der kleinen StreetArt-Kunstwerke des Mr. Banksys zu entdecken. Vermutlich laufe ich eher den Marathon unter vier Stunden als dass mir das andere gelingen könnte. Das eine mit der Zahl 4 werde ich schon gar nicht versuchen – das andere einfach mal suchen. Werde auf den 42.2k ja einiges dieser fantastischen Stadt zu sehen bekommen. Schau mer mal. Banksys Aktion verwandelt ganz New York in eine Galerie und Kunstzirkusmanege. Banksy ist in New York. Oder soll in New York sein. So genau kann das ja niemand wissen, weil der Graffitikünstler, im Gegensatz zu seiner Graffitikunst, die er immer wieder einmal hier und da hinterlässt, nie zu sehen ist. Jedenfalls behauptet Banksy aus dem Off, mit seinem Team…

Eine große Liebe betrügt man nicht

Veröffentlicht in 29. Oktober 2013

Tor! So einfach ist das. Stefan Kießlings Treffer gegen Hoffenheim ist nun offiziell ein Tor, obwohl jeder weiß, dass es nie hätte gegeben werden dürfen. Eine offensichtliche Ungerechtigkeit wird nicht wiedergutgemacht, so traurig das ist. Das entspricht einfach nicht dem Geist des Sports, und doch ist der Fall komplexer. Es geht um Tatsachenentscheidungen im Fußball und die Sorge vor einer Flut von Verfahren, etwa wenn Tore gegeben werden, ohne dass der Ball wirklich hinter der Linie war. Es ging im vorliegenden Fall aber nicht nur um ein Tor, sondern um mehr. Leverkusens Phantomtreffer hat eine Debatte über die Torlinientechnologie sowie eine Wertediskussion im Sport entfacht. Stefan Kießling war sich offensichtlich nicht sicher, was eigentlich passiert war, und sollte deshalb auch nicht an den Pranger…

Ich will ein Echo, Echo, ein Echo

Veröffentlicht in 29. Oktober 2013

Echo… coole Mucke. Wer hätte das gedacht, dass Dokter Renz, König Boris, Björn Beton sprich Fettes Brot nochmals so ein Ding raushauen. Was aber die anderen Alten-Musiker-Säcke können – das können die Hamburger Jungs auch. Respekt. Hört sich prima an. Sehr poppig und musikalisch wahnsinnig unverkrampft. So eine Kreativ-Pause kann durchaus guttun – obwohl so ganz waren sie nicht für mich weg. Zwar nicht meine Lieblingsband. Nur hin und wieder die beiden Livealben Fettes (hellblau) und Brot (orange) reinziehen. Beim Kilometerfressen auf der Autobahn eine Wucht. Im ICE bedenklich, könnte wenn es saudumm läuft irgendeine Bettina gegenüber sitzen. Wäre richtig blöd peinlich – beim gedankenlosen mitsingen. Das Neue heißt nun »3 is ne Party«. Kommt in den nächsten Tage in die Plattenläden, wie man…

Einer hält den Spaten.

Veröffentlicht in 27. Oktober 2013

Vom Finanzamt bekam ich unlängst die Aufforderung auch die letzte papiernmögliche Anmeldung der Dingenssteuer ab kommenden Februar online zu übermitteln. Irgendwann reichts. Nur zur Info. Ich ziehe jetzt die Konsequenzen und den Stecker. Ich kündige meinen Internetvertrag. Festnetz und Mobilvertrag. Tschüssikowski Telekom. Die Goldene. Die Gelbe und die farblose Karte gebe ich auch zurück. Meine ElectronicCash-Karte gleich mit. Ohne vier spiel fünf. Kaufe nie mehr online ein. Bezahle nur noch mit Bargeld. Stelle meine Kommunikation auf Brieftauben oder Rauchzeichen um und ändere jedes Jahrviert meinen Namen. Wenigstens im kleinen. Und nur damit du es weißt. Ich rede gerne mit dir über alles – nur wohin ich morgen hingehen. Verstehe bitte. Das ist meine Privatsache. Es könnte ja durchaus sein dass du diese Info an…

War mir ein Vergnügen.

Veröffentlicht in 26. Oktober 2013

Angereist ohne grosse Erwartungen. Marburg. Einzig den Körper mit dem Bike auf dem Kopfsteinpflaster hochschinden. Finale? Nicht mal im Traum daran gedacht. Einzig – um dieses Wort ein weiteres mal zu benutzen – nicht blamieren. Vergnügen? Red Bull Hill Chasers. Sprich ein Verfolgungsrennen den Berg hoch. Gut dass die Quali ein Einzelzeitfahren war. Gut für mich. Gut für mein Ego. Zwar raus, nicht aber abgeschlagen. Einfach unbemerkt raus. Auch das gut so. Zu den Besten dieses Genres gehöre ich nicht. Muss auch nicht. 200 Meter. Schmale Gasse. Doch nicht so steil wie befürchtet. Wenig Zuschauer. Hohe Luftfeuchtigkeit. Etwas Anfeuerung trotzdem. Mitbekommen. Hat gut getan. 28.72 Sekunden (Die 28 und die 72 übrigens mir zwei sehr vertraute Hausnummern). Freude. Geschafft und Spaß dabei.
Dann die Finals. Ohne mich natürlich. Dafür Olympioniken, ambitionierte Amateure, Weltmeister, Medaillengewinner. Wäre ne Nummer zu groß. Rampe. Vier gleichzeitig. Was für eine Show. Was für eine Kulisse. Vom Lahntor in die Oberstadt. Enge Gassen. Gut zum sehen und mitfiebern. Die Rennen – Heats genannt – im engen Zeitplan. Kurzweilig für die Zuschauer. Hart für die Fahrer. Die Sieger dürfen wieder runterfahren und den Jubel genießen – den sie beim Uphill nicht bekommen. Die Nicht-Sieger sind raus – jedoch niemals Verlierer.

Ein Fahrer der Kategorie Amateur ist am Schluss der Beste. Respekt. Das Finale von vorne gefahren. Große Zufriedenheit in vielen Gesichertern. Ein goldlackiertes Bike ist der wohlverdiente Lohn. Soviel zum Thema Siegprämien. Dass wir den Sieger anschließend nach unten begleiten – ist nur eine Randbemerkung am Ende eines gelungenen Abends in Hessen. Die Welt ist halt doch klein.

Erich Fromm unterscheidet zwischen »Vergnügen« als kurzzeitigem Hochgefühl und «Freude« als dem Gefühl, das man auf dem Weg hin zur menschlichen Selbstverwirklichung verspüre. Freude als Lebensprinzip steht für Fromm somit im Gegensatz zu Vergnügen als Lebensprinzip, wobei letzteres nach Fromm ein Kennzeichen der Konsumgesellschaft ist. Passt so – auch heute. War mir ein Vergnügen.

Die Moral braucht keinen Videobeweis

Veröffentlicht in 22. Oktober 2013

Elfmeter ist, wenn der Schiedsrichter es peift. So sagt es eine alte Fußballer-Weisheit. Und ein Tor ist, wenn der Ball hinter der Torlinie ist, somit das «Rund muss in eckig« erfüllt ist und der Schiedsrichter zur Spielfeldmitte zeigt. So ist es eigentlich üblich. Alle Jahre wieder dann der Eintritt eines Sonderfalles. In Fußballkreisen Phantomtor genannt. So geschehen diese Tage in Sinsheim. Dort spielt das Bundesligateam aus Hoffenheim. Dieser Tage gegen die Werkself aus Leverkusen. Leverkusen führte mit einem Tor Vorsprung, als ein Loch im Außennetz die Hoffenheimer in die Depression stürzte. 0:2. Zuvor schon hatte der Linienrichter beim regulären Tor für Hoffenheim Abseits angezeigt, der Treffer zählte nicht. Zwei Tatsachenentscheidungen. Shit happens – wie man beiläufig bemerkt. Worüber alle reden? Über Moral. Die Leverkusener…

Kurz vor dem Start

Veröffentlicht in 20. Oktober 2013

Bald geht es los. Unruhe. Hier in der Halle. Im Startbereich. In den Umkleidekabinen und Autos bei der Herfahrt. Sportler zum Teil mit megagroßen Kopfhörern. Abschalten. Musiküberladen. Der inneren Unruhe eine Ruhe geben. Oder im Kreis laufen. Das Örtchen suchen. Eine Ecke finden. Ehrlich. Wie ich diese Momente liebe. Als Sportler. Alles nochmals durchgekramt. Alles dabei haben. Als Moderator. Habe ich alle Infos. Namen. Zeitabläufe. Im Kopf gespeichert. Als Veranstalter. Wirklich an alles gedacht? Wie wird der Tag enden. Schulterklopfen oder böse Worte. Zufriedenheit. Leute. Es geht bald los. Und es ist ein Glück. Ein Privileg hier zu sein. Und wie gehe ich damit um. Überschwengliche Freude die ich in den Himmel werfe. Ich mache mir Gedanken. Bin hippelig. Unruhig. Vielleicht unzufrieden. Ich hätte…

Get Happy

Veröffentlicht in 17. Oktober 2013

Old School gemacht. Herrliches Video, das den Tanz, Jazz, Blues, Spiritismus zurück auf den harten schmutzigen Boden des Lebens bringt. Tolle Musik. Tolle Jungs. Ohne fette Autos. Mit noch fetteren Goldketten um den Hals. Old School eben. Wie früher. Listen while you read! You’ll never feel happy You’ll never feel happy No you won’t – Until you try! Dieses Video bringt mir Kindheitserinnerungen zurück. Schillerstadt Marbach. Zeltmission. Das ist Kirche im Zelt. Ähnlichs Zelt. Weisses Tuch. Rund. Bühne. Kaum Technik-SchnickSchnack. Aufgebaut auf einem grünen Rasenplatz. Der noch heute  für Zirkus und Jahrmarkt verwendet wird. Anfänglich grün. Niedergetrampelt. Dann braun mit einem leichten Modergeruch im Raum. Stroh auf dem Boden – auf den Laufwegen verteilt. Unter den Stuhlreihen – wächst das Gras derweil weiter und besser…